Nachhaltige Rohstoffgewinnung nimmt Rücksicht auf bestehende Lebensräume mit den Tieren und Pflanzen. Sie fördert gezielt den Arten- und Biotopschutz während und nach der Gewinnung der Rohstoffe.

Gerade die Forschungen der letzten Jahre haben belegt, dass betriebene Abbaustätten keineswegs "Wüsten der Landschaft" sein müssen, sondern sogar vernetzende Funktionen zur Bereicherung der Biodiversität haben können. Knauf beweist das stets aufs Neue!

Rohstoff & Energie

Weltweit kann Knauf auf eine Rohsteinreserve von 1,1 Mrd. Tonnen zurückgreifen.

Die rund 53 Steinbrüche und 12 Gruben befinden sich in 23 verschiedenen Ländern.

Über 5,0 Mio. Tonnen Gipsrohstein werden pro Jahr aus eigenen Brüchen und Gruben gefördert. Zur Sicherung des Produktionsstandortes Iphofen wurde der größte deutsche Gipsstandort der Fa. Knauf im letzten Jahr von Naturgips auf REA-Gips umgestellt. Seitdem werden in Iphofen und anderen Werken in der Region jährlich 700.000 Tonnen REA-Gips verbraucht, die zu 90 % mit der Bahn nach Franken transportiert werden. Der REA-Gips stammt aus den Braunkohlekraftwerken Schkopau der PreussenElektra Kraftwerke AG & Co. KG in Mitteldeutschland und Schwarze Pumpe, VEAG Vereinigte Energiewerke AG in der Lausitz.

Zur Gewährleistung einer reibungslosen und umweltfreundlichen Versorgung der Produktion wurde ein neuer Gleisanschluss und eine REA-Gips-Entladestation am Hauptstandort Iphofen installiert.

In Zusammenarbeit mit den Kraftwerksbetreibern und der Deutschen Bahn AG wurde ein hoch effizientes und wirtschaftliches Logistik-System realisiert. Innerhalb eines Tages kann ein kompletter Zug - bestehend aus 20 Spezialwagen, mit 1.200 Tonnen REA-Gips - innerhalb von 4 Stunden in den Kraftwerken beladen, die Entfernung von 300-500 km zurücklegen und in Iphofen innerhalb von einer halben Stunde entladen werden. Die Deutsche Bahn hält für diese Transporte mehrere Flotten von Spezialwagen vor, die innen mit Kunststoff ausgekleidet sind und deren Seitenklappen mittels Funkfernsteuerung automatisch geöffnet werden können.

Durch die Umstellung auf REA-Gips konnten kurzfristig in der Produktion über 50% an Primärenergie und durch die Konzentration des Transports auf die Schiene über 10 Mio. Liter Dieselöl pro Jahr eingespart werden.