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Prüfzeugnisse

Allgemeine Bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (ABP)

In den ABPs wird eine nach europäischen Normen durchgeführte Brandprüfung dokumentiert und beschrieben, in welchem Umfang (Anwendungsmöglichkeiten) das geprüfte System in der Praxis angewendet werden darf.

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FeuertrutzSonderdruck zum Umgang mit extrapolierten abP

Interview

FeuerTRUTZ sprach mit Dr. Jörg Hofmann, Fachanwalt für Baurecht, und Christoph Dorn, Gruppengeschäftsführer der Knauf Gruppe, über Änderungen bei der Ausstellung von allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP) durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) sowie der Prüfstellen für die Erteilung allgemeiner bauaufsichtlicher Prüfzeugnisse.

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Mit Knauf PLUS brennt nichts mehr an

Mit den zum 01. April 2014 in Kraft getretenen Änderungen bei den allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen können im Einzelfall Ergänzungen zu der geprüften und einer für Planer und Fachunternehmer konkret vorliegenden Bauaufgabe erforderlich werden.

Das PLUS von Knauf weist Ihnen in solchen Fällen den Weg zu regelkonformen und genehmigungsfähigen Lösungen.

Eine Aufforderung durch das DIBt an die Prüfstellen hat zum 01. April 2014 die Neuausstellung vieler allgemeiner bauaufsichtlicher Prüfzeugnisse (AbP) für Brandschutzkonstruktionen erforderlich gemacht. Grund hierfür war laut DIBt eine unzureichende Abstimmung zwischen den zuständigen Prüfstellen bezüglich einheitlicher Regelungen, den sogenannten „Beschlüssen zu erweiterten Anwendungen“.

Im Rahmen der ABP-Neuausstellungen zum 01. April 2014 wurden die Inhalte der bauaufsichtlichen Nachweise (ABPs) daher im Wesentlichen auf die geprüften Konstruktionen reduziert. Darüber hinaus wurden/werden nur Beschlüsse für erweiterte Anwendungen (Extrapolationen) berücksichtigt, die zwischen den zuständigen Prüfstellen und dem DIBt abgestimmt sind. Deshalb kann es jetzt in einzelnen Bereichen zu Einschränkungen des Anwendungsbereiches von AbPs kommen, die in den alten Nachweisen jahrelang angewendet und akzeptiert wurden.

Die Erklärung einer „nicht wesentlichen Abweichung“ wird aus diesem Grund sicherlich zunehmen.

An dieser Stelle greift das PLUS von Knauf

Das PLUS von Knauf zeigt Ihnen, wie im Einzelfall die Abweichung von „geprüfter“ zu „realer Bauaufgabe“ fundiert begründet werden kann. Das Plus von Knauf finden Sie an allen relevanten Stellen in den technischen Unterlagen.

Gemäß Musterbauordnung liegt eine Übereinstimmung mit dem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis dann vor, wenn von diesem „nicht wesentlich“ abgewichen wird.

Diese nicht wesentlichen Abweichungen bieten dem Fachunternehmer die Chance, die Nachweisführung regelkonform so zu ergänzen, dass die Angaben des AbPs nicht wesentlich erweitert, aber an die gegebenen Baurealitäten angepasst werden können. Eine solche „nicht wesentliche Abweichung“ bestätigt der Fachunternehmer mit seiner Übereinstimmungserklärung des Herstellers gemäß Landesbauordnung.

Bei der Beurteilung und Argumentation solcher Abweichungen unterstützt sie das PLUS von Knauf.

Auf Basis unsere technischen Bewertungen gehen wir davon aus, dass die gekennzeichneten Ausführungen als nicht wesentliche Abweichung bewertet werden können. Insoweit ist nach unserer Einschätzung für diese Ausführungen keine Zustimmung im Einzelfall erforderlich, sondern die Bestätigung der Übereinstimmung und der nicht wesentlichen Abweichung über die Übereinstimmungserklärung des Herstellers der Bauart, also des ausführenden Fachunternehmers, ausreichend.

Die dieser Einschätzung zugrundeliegenden Dokumente wie z.B. gutachterliche Stellungnahmen oder technische Beurteilungen, stellen wir Ihnen gerne zusammen mit dem Verwendbarkeitsnachweis zur Verfügung.

Da die Abgrenzung „wesentlich/nicht wesentlich“ nicht gesetzlich geregelt ist und daher von den zuständigen Bauaufsichtsbehörden uneinheitlich bewertet werden kann, empfehlen wir, dass das Vorliegen einer nicht wesentlichen Abweichung vor Bauausführung mit den für den Brandschutz verantwortlichen Personen und/oder Behörden abgestimmt wird.

Die oben beschriebene Situation hat keinen Einfluss auf die Qualität und Leistungsfähigkeit der Knauf Produkte und Systeme. Diese stehen Ihnen selbstverständlich in gewohnter Weise zur Verfügung.

Unten stehende Tabelle informiert Sie über den aktuellen Stand der Brandschutz-AbPs. Im Brandschutz-Ordner finden Sie die aktuellsten Unterlagen rund um das Thema Brandschutz.

Nachweise

Nachweis der Feuerwiderstandsklassen
In DIN 4102-4 / -22 sind Normkonstruktionen verschiedenster Ausführungen klassifiziert. Für Bauteile, die nicht durch die DIN 4102-4 beurteilt werden können, sind Nachweise in Form von Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (ABZ), Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (ABP) oder Zustimmungen im Einzelfall erforderlich. Die Beurteilung eines geprüften Bauteils gilt grundsätzlich nur für die geprüfte Konstruktion mit den dabei eingesetzten Produkten und Materialien.

Übergangsregeln und Gültigkeit bisheriger Nachweise nach deutscher Klassifizierung

Die europäischen Normen für die Prüfung, Bewertung und Klassifizierung zum Brandverhalten von Bauprodukten und Bauarten sind eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung von harmonisierten europäischen Normen für Bauprodukte und europäische technische Zulassungen für die technische Spezifikation „Brandverhalten“. Da aber in absehbarer Zeit weder harmonisierte europäische Produktnormen noch europäische technische Zulassungen für die Mehrzahl der Bauprodukte erarbeitet sein werden, kann nach Vorliegen der Prüf- und Klassifizierungsnormen lediglich europäisch geprüft und klassifiziert werden. Die Verwendbarkeit wird jedoch weiterhin national geregelt.

In Deutschland gelten folgende Übergangsregeln:

  • 1. Das europäische Klassifizierungssystem steht gleichberechtigt neben dem bisherigen Klassifizierungssystem nach DIN 4102 (Beschluss der ARGEBAU).
  • 2. Mit der Parallelgeltung beider Klassifizierungssysteme besteht die Möglichkeit für Hersteller und Anwender Nachweise zum Brandverhalten oder zur Feuerwiderstandsfähigkeit entweder auf der Grundlage der DIN EN 13501 oder der DIN 4102 zu führen.
  • 3. Eine zeitliche Begrenzung der Geltungsdauer des bisherigen Systems der DIN 4102-Klassen ist z. Zt. nicht abzusehen.
  • 4. Die im bauaufsichtlichen Nachweisverfahren für Bauprodukte und Bausätze bisher verwendeten Nachweise für nichtgeregelte Bauprodukte (MBO, Fassung 10/2002) können gleichberechtigt mit nationaler oder europäischer Klassifizierung eingesetzt werden.
    • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (ABZ)
    • Allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (ABP)
    • Zustimmung im Einzelfall (ZiE)

  • 5. Voraussetzung für einen Zugang in die Mitgliedsländer der EU ist die CE- Kennzeichnung; für diese ist der brandschutztechnische Nachweis nach europäischer Klassifizierung durchzuführen und das Bauprodukt / Bauteil nach harmonisierter Bauproduktnorm oder europäisch technischer Zulassung einzusetzen.

Daraus ist abzuleiten:

Da beide Klassifizierungssysteme gleichberechtigt gültig sind, ist es noch wichtiger als bisher, dass der Planer die Ausschreibungen zweifelsfrei vornimmt. Zweifelsfrei bedeutet, in den Ausschreibungen in Deutschland die bauaufsichtlichen Anforderung für die erforderliche Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile, also

  • feuerhemmend oder
  • hochfeuerhemmend oder
  • feuerbeständig

mit Bezug auf die jeweilige Landesbauordnung (gegenüber der europäischen Normung zusätzliche Anforderungen an das Brandverhalten der verwendeten Baustoffe) und gegebenenfalls mit zusätzlichen Anmerkungen wie z. B.

  • feuerbeständig mit nur nichtbrennbaren Baustoffen oder
  • Brandwand

zu verwenden.

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Übereinstimmungserklärung

Laden Sie das Formular der Übereinstimmungserklärung des Herstellers des Bauteils herunter und füllen Sie es für Ihr Bauvorhaben aus.

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