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Allianz Arena, München

Allianz Arena, München

Innovative Architektur, optimierter Planungs- und Bauprozess

Allianz Arena, München
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Bautafel
Bauherr:Allianz Arena München Stadion GmbH
Architekt:Herzog / de Meuron Architekten Basel
Fachberatung:Hans Heinzl, Knauf Gips KG

Die Allianz Arena in München-Fröttmaning gilt nicht nur als eines der modernsten Fußballstadien Europas, sondern auch als ein Meilenstein innovativer Stadionarchitektur. 2002 konnten sich die Schweizer Architekten Herzog/de Meuron in Bietergemeinschaft mit Alpine Bau Deutschland GmbH mit ihrem Entwurf durchsetzen – einem Stadionbau, der zum einen 66.000 Zuschauern auf drei überdachten Rängen unmittelbare Nähe zum Spielgeschehen ermöglicht und den Komfort eines modernen Stadions bietet. Zum anderen ein Bauwerk, das als leuchtender Körper zum Identitätsträger wurde, sowohl für die Stadt als auch für die beiden hier darin beheimateten Clubs, FC Bayern München und TSV 1860 München. Die glatte Außenfassade ist als rautenförmige, transluzente Umhüllung konzipiert, die aus 2.800 aufblasbaren Kunststoffkissen mit integrierter Beleuchtung besteht. Sie dient als optischer Transmitter: Über Projektionen lässt sich das Stadion in unterschiedliche Farben hüllen. Bei Heimspielen der Bayern leuchtet es in Rot, bei Partien der Löwen in Blau und als neutrale Variante ganz in Weiß.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Zielvorgaben fördern eine intensive Zusammenarbeit. Bereits im Mai 2005, circa ein Jahr vor dem WM-Eröffnungsspiel, wurde die Allianz Arena fertig. Die geplante Realisation der umfangreichen und innovativen Bauaufgabe in rund drei Jahren – immerhin betrug das Bauvolumen insgesamt rund 500 Millionen Euro - setzte einen optimierten Planungs-und Bauprozess voraus.

Grundlage war dabei ein frühzeitiger Dialog und Knowhow-Transfer zwischen Bauherren, Entwerfern, Ingenieuren, Generalplanern, Herstellern und Ausführenden. Mit konstruktiver, integrativer Zusammenarbeit ließen sich Konstruktionen und Details optimieren. Bei dem Projekt wurden daher frühzeitig Kontakte zu allen Projektbeteiligten hergestellt: Zur Allianz Arena München Stadion GmbH als Bauherr, zum Generalübernehmer Alpine Bau Deutschland GmbH und zum planenden Architekturbüro Herzog/de Meuron aus der Schweiz.

Mit dem Ergebnis: Der gesamte Innenausbau der Arena wurde ausschließlich mit Knauf Trockenbaulösungen ausgeführt. Bis zur Fertigstellung des Bauwerks lieferte Knauf Gips KG rund 230.000 m² Platten und etwa 60 t Dünnputz, von Knauf Perlite kamen ca. 15.000 m² Zementplatten.

Lösung

Wegweiser ist die Architektur

Ziel des Entwurfs von Herzog/de Meuron war es, eine Architektur zu schaffen, die es vermag, Dramatik und Emotion eines Spiels räumlich einzufangen. Als Vorbilder dienten den Architekten traditionelle englische Fußballstadien wie in Manchester und in Liverpool. Die Allianz Arena ist als reines Fußballstadion geplant. Die Geometrie des Innenraums und die Ökonomie der Erschließung sind daher optimal auf diese Nutzung angepasst. Drei steil geneigte Ränge garantieren die geforderte Nähe zum Spielfeld bei hoher Zuschauerkapazität. Zugleich soll eine maximale Verdichtung der Atmosphäre im Innenraum erreicht werden. Der entstehende Höhenversatz zwischen den Rängen wurde effektiv genutzt, um die Logen zu integrieren.

Als konzeptionell maßgeblich für die Architektur ist die Anforderung, Besucherströme geschickt zu lenken sowie notwendige Infrastruktur wie Mannschaftsräume, Medienbereiche, Kioske, Fanshops, Restaurants, Büros oder Konferenzräume optimal miteinander zu vernetzen.

Die Zugänge für die Medienvertreter, das Sicherheitspersonal und die VIPs einerseits und die öffentliche Erschließung andererseits wurden daher über zwei unterschiedliche Ebenen organisiert. Während Erstere die Arena auf der Stadionumfahrt auf Ebene 0 erreichen, gelangt der überwiegende Teil der Besucher über die so genannte Esplanade auf der Ebene 2 in das Stadion und verteilt sich von dort aus über den so genannten Umgang direkt auf den Unter- und Mittelrang. Als landschaftlich gestaltete Fläche mit 153 Metern Breite und über 600 Meter Länge bildet die Esplanade zugleich das Dach der darunter liegenden Parkhäuser. Der Oberrang hingegen wird ebenfalls ausgehend vom Umgang der Ebene 2 aus über insgesamt 15 Kaskadentreppen erschlossen, die im Abstand von jeweils 45 Metern das gesamte Stadion umrahmen.

Material- und Zeitoptimierung sind das gemeinsame Ziel. Um den Umfang des zu verwendenden Baumaterials zu minimieren, ist das statische System der Allianz Arena optimiert. Dem entsprechend hat der Trockenbau im Innenausbau seinen festen Platz. Ob im riesigen Gastronomiebereich der Arena, der auf einer Fläche von 6.500 m² entstand, oder beim raumbildenden Ausbau der Büros und Konferenzräume, Medienbereiche, Clubs oder Logen - Knauf Systeme ermöglichten für die vielfältigen technischen und gestalterisch anspruchsvollen Anforderungen optimierte Lösungen. Die Basis bilden geprüfte Wand- und Deckensysteme, wobei Knauf die konstruktiven und technischen Details in intensiver Zusammenarbeit mit den Planern individuell auf die Erfordernisse im Projekt abstimmte.

Auch innovative Knauf Entwicklungen wie die „Freitragende Decke“ bewähren sich für die Realisation der zukunftsweisenden Stadionarchitektur. Bei der Dichte der an den Deckenunterseiten geführten Rohrleitungen, Lüftungs- und Kabeltrassen erwies sich in ästhetisch anspruchsvollen Bereichen wie den Logen und Clubs das System montagetechnisch, brandschutztechnisch und gestalterisch als optimal. Die freitragenden Knauf Systeme D131 ersetzen in Fluren und Korridoren abgehängte Decken, für die aufgrund der Installationsdicke kein Platz für die Abhängung blieb.

Die Sicherheit der Zuschauer zählt zu den wichtigsten Punkten beim Betrieb der Allianz Arena. Grundlage dafür ist der bauliche Brandschutz. In diesem Bereich vereint Knauf Kompetenz mit Wirtschaftlichkeit: So wurden mit Knauf Fireboard die Brandschutzbekleidungen der Lüftungskanäle geschützt. Zum Teil werden Sonderkonstruktionen eingesetzt, die in Zusammenarbeit mit Knauf entstanden und in der Material Prüfanstalt in Braunschweig geprüft wurden. Insgesamt wurden ca. 150 Sonderlösungen erarbeitet.

Mit Know-how-Transfer zu optimierten Konstruktionen. Dass die 15 Kaskadentreppen des neuen Stadions nicht wie ursprünglich vorgesehen mit Elementen aus Porenbeton zur außen liegenden Kissenfassade hin abgetrennt wurden, sondern mit einer leistungsfähigen Leichtbaukonstruktion, resultiert aus dem intensiven Beratungskonzept von Knauf. Entwickelt wurde für die Allianz Arena ein neuer Konstruktionsaufbau, der mit einem amtlichen Prüfzeugnis abgesichert ist. Zum Einsatz kommen dabei jeweils 12.000 m² Knauf Feuerschutzplatten GKFI auf der Innenseite und zementgebundene Aquapanel-Outdoor-Platten von Knauf Perlite auf der Außenseite. Die konkave Wölbung der Fassade kann mit dieser Konstruktion nicht nur rationell, sondern auch formgenau und dabei wirtschaftlich umgesetzt werden.

Standort

Allianz Arena, München

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Verwendetes Produkt

Fireboard

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Spezialgipsplatte A1 für den hochwertigen Brandschutz

Verwendetes System

Knauf Freitragende Decke

Knauf Freitragende Decke

Das freitragende Deckensystem D131.de besteht aus einer Unterkonstruktion aus CW-Stahlblechprofilen und einer Beplankung aus Gipsplatten. Das Deckensystem kann sowohl ohne als auch mit Brandschutz F30 in verschiedenen Beplankungsqualitäten ausgeführt werden. In Abhängigkeit vom gewählten System sind Spannweiten bis zu 5 m möglich.

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