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Knauf LexikonWissenswertes von A bis Z

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AFSSET

Richtlinie der französischen Umweltbehörde zur Begrenzung der VOC-Emissionen in Innenraumluft.

AOLG

Arbeitsgemeinschaft der Obersten Gesundheitsbehörden der Länder.

AP [kgSO2equ/kg]

Acidification Potential, Versauerungspotenzial.

Abschlussprofil (Sockelabschlussprofil)

Profile aus Kunststoff oder Aluminium für die Aufnahme von Dämmplatten als Sockelabschlussprofil.

Additive

Hilfsstoffe, die bei der Herstellung von Werktrockenmörteln und pastösen Putzen mit dem Ziel bestimmte bauphysikalische Eigenschaften zu erzielen, zugegeben werden. Dadurch kann das Wasserrückhaltevermögen, Haftvermögen und Standverhalten, Wasserabweisung und andere Eigenschaften beeinflusst werden.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ)

Sind ein Verwendungsnachweis für nicht (durch Normen) geregelte Bauprodukte und Bauarten nach Musterbauordnung § 18. Es gibt folgende Verwendungsnachweise:

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
  • Zustimmung im Einzelfall
  • Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis

Anschlussprofil (Fensteranschlussprofil)

Selbstklebendes Profil für einen schlagregendichten Anschluss an Fenster und Türen bei Wärmedämm-Verbundsystemen.

Anwendungstypen nach DIN 4108-10

Tabelle mit Anwendungstypen nach DIN 4108-10

Um Dämmstoffe entsprechend ihrem Einsatzgebiet und der Wärmedämmung besser zuordnen zu können, unterscheidet man nach Anwendungstypen. Im Zuge der Vereinheitlichung der nationalen Normen erfolgt die Zuordnung der Dämmstoffe zu den jeweiligen Einsatzgebieten und gibt zudem erste Eigenschaften des Dämmstoffes an. (D=Dach-; W=Wand-; P=Perimeterdämmung)

AqBB

Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten, allgemein anerkanntes Bewertungsschema für VOCs aus Bauprodukten.

Armiergewebe

Armierungsgewebe werden als Putzbewehrung schwerpunktmäßig in Armierungsputze oder in Unter-, Einschicht- oder Einlagenputze zur Bewehrung in rissgefährdenden Bereichen eingelegt.

Rissgefährdete Bereiche sind vor allem Materialübergänge (wie z.B. Mischmauerwerk, Holzbauteile, Rolladenkästen etc.), die aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten bei Wärme- und/oder Feuchtigkeitseinwirkung aufweisen und daher zu erhöhter Rissbildung neigen.

Das Armierungsgewebe ist meist ein Glasfasergitternetz mit hoher Rissfestigkeit und dient der Verstärkung der Zugfestigkeit von Bauelementen, um auftretende Spannungen aufzunehmen und Rissbildung in der Fassade zu verhindern.

Armiermörtel

Bild 1
  • Haus

Armiermörtel ist ein meist faserverstärkter Mörtel, der zur Herstellung eines ebenen und einheitlichen Untergrundes für weitere Deckbeschichtungen dient.

Aufbrennen

Unter Aufbrennen versteht man das starke Absaugen von Anmachwasser durch den Untergrund nach Aufbringen von Putz, Mörtel oder Farbe. Dies tritt insbesondere bei unterschiedlich saugenden Untergründen auf und hat eine schlechte Putzhaftung zur Folge.

Auch Mörtel und Farbe können aufbrennen, das heißt ihnen wird zu schnell Feuchtigkeit entzogen. Auch hier ist ein zu stark oder unterschiedlich saugender Untergrund die Ursache.

Mögliche Folgen des Aufbrennens sind Störungen der Verbundfestigkeit, Rissbildung sowie Unebenheiten.

Aufdopplung

WDVS-Systeme werden bereits seit über 40 Jahren zur Dämmung von Gebäuden eingesetzt. Die verwendeten Dämmstoffdicken und Wärmeleitwerte von älteren WDVS können den heutigen energetischen Anforderungen häufig nicht gerecht werden.

Im Sanierungsfall ist bei diesen Systemen die Aufdoppelung mit einem zugelassenenen neuen WDVS die kostengünstigste Variante. Auf die Entfernung des vorhandenen Wärmedämmverbundsystems kann dabei in den meisten Fällen verzichtet werden. Der vorhandene Putz kann ebenfalls erhalten bleiben, nur lose Stellen müssen entfernt werden.

Ausblühungen

Ausblühungen entstehen durch das Auskristallisieren von Salzen auf der Bauwerksoberfläche. Durch die Kapillarwirkung im Mauerwerk werden diese Salze durch Feuchtigkeit bis zur Oberfläche ausgewaschen und bilden nach Verdunsten der Salzlösung Ausblühungen, die meist als weiße Schleier oder als kristalline Strukturen an der Oberfläche sichtbar werden.

Außendämmung

Als Außendämmung bezeichnet man eine Wärmedämmung, die im Gegensatz zur Innendämmung außen an einem Gebäude angebracht wird. Hausbereiche die für die Außendämmung in Frage kommen sind die Fassade, die Kellerwände und das Dach.

Die Dämmung der Fassade kann dabei durch das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems oder einer Vorhang-Fassade realisiert werden. Bei der Dachdämmung werden bei einer Außendämmung die Dämmstoffe meist im Rahmen einer Aufsparrendämmung aufgebracht.

Zweischaliges Mauerwerk kann auch durch Einblasdämmung gedämmt werden. Dabei wird das Material für die Wärmedämmung in den Zwischenraum der inneren und äußeren Mauerschale eingeblasen.

Perimeterdämmung ist eine weitere Art der Außendämmung im erdberührten Bereich. Dies betrifft etwa eine Dämmung der Kellerwände oder der Bodenplatte eines Gebäudes.