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Nachhaltiges Handeln bei KnaufDie Zukunft ist blau

Verantwortlich denken und handeln

Für Knauf als Familienunternehmen ist Nachhaltigkeit traditionell gelebte Wirklichkeit und fest in den Unternehmenswerten verankert. Diesen Werten verpflichtet zu sein, bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: für Kunden, den Schutz der Umwelt und der Mitarbeiter.

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Nachhaltigkeit als Richtschnur des Handelns

Mit seinem zweiten Nachhaltigkeitsbericht legt Knauf Rechenschaft über seine unternehmerische Verantwortung ab. Das Unternehmen beschreibt den Einfluss seiner Tätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft, dokumentiert zentrale Kennzahlen sowie Ziele und Maßnahmen, mit denen es seine Aktivitäten steuert. Die Berichtsinhalte beziehen sich auf elf Standorte von Knauf in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Spanien und Portugal. Langfristig sollen die Berichtsgrenzen auf weitere weltweite Unternehmensstandorte ausgeweitet werden. Berichtszeitraum sind die Geschäftsjahre 2013 und 2014 (1. Januar bis 31. Dezember).

Zertifizierung durch GRI

Der Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Option „Kern“ der aktuell gültigen Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Vorbereitend dazu führte Knauf eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Die dabei priorisierten Nachhaltigkeitsthemen bestimmen den vorliegenden Berichtsinhalt.

Die Geschäftsführung im Interview: „Zusammen mit den Menschen und der Umwelt“

Im Gespräch äußern sich die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter der Knauf Gruppe zu den Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung, Vertrauen und Transparenz, Innovation, Mitarbeiterförderung und Herausforderungen.

Was verstehen Sie unter dem Begriff der „unternehmerischen Verantwortung“?

Alexander Knauf: Knauf ist nicht irgendein Unternehmen, sondern eine besondere Art von Unternehmen – ein Familienunternehmen. Als solches denken wir nicht in kurzfristigen Maßstäben, sondern von Generation zu Generation. Dadurch ist ein langfristiges Denken in allem, was wir tun, inbegriffen. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, und zwar allen Ressourcen. Das kann der Umgang mit der Umwelt sein, der Umgang mit der Ressource Zeit – also unseren Mitarbeitern –, aber auch mit Kapital.

Manfred Grundke: Nachhaltigkeit ist für ein Familienunternehmen keine besondere Herausforderung. Nachhaltigkeit gehört zum Selbstverständnis eines Familienunternehmens, denn während eine Kapitalgesellschaft sich im Wesentlichen an der Rendite des eingesetzten Kapitals orientiert, konzentriert sich ein Familienunternehmen darüber hinaus insbesondere auf die geordnete Übergabe des Vermögens an die nächste Generation. Damit ergibt sich natürlich, dass alle Entscheidungen nachhaltig und nicht kurzfristig orientiert sein müssen.

Nachhaltig können auch die negativen Seiten unternehmerischer Entscheidungen sein. Wie stellen Sie sicher, dass nur die positiven Folgen nachhaltig sind?

Manfred Grundke: Von dieser Perspektive aus gesehen steht Nachhaltigkeit bei Knauf an ganz besonderer Stelle. Denn unsere natürlichen Ressourcen stecken in den Steinbrüchen. Hier legen wir sehr großen Wert auf die Rekultivierung nach der Nutzung. Viele positive Beispiele zeigen, dass schon oft aus einem industriell genutzten Steinbruch später ein regelrechtes Biotop geworden ist. Und wenn Sie auf der anderen Seite die synthetischen Gipse nehmen, dann sehen Sie, dass wir mittlerweile mehrere Millionen Tonnen Rauchgas-Entschwefelungsgips als Sekundärrohstoff verwenden. In den kommenden Jahren werden wir auch zunehmend Recyclingmaterial in den Produktionsprozess zurückführen. Im Idealfall ist es so, dass wir einerseits die Luftreinhaltung unterstützen durch Entschwefelung von Abgasen und am Ende sogar noch den so gewonnenen Gips wieder als Recyclingmaterial in die Wertschöpfungskette zurückführen.

Alexander Knauf: Das sind genau die beiden Punkte. Was sich zunächst als Eingriff in die Natur darstellt, können wir zu einem Vorteil für die Natur wandeln. Ein renaturierter Steinbruch ist ein Biotop mit einer höheren Artenvielfalt als vorher. Wir wollen damit auch zeigen, dass es nicht nur um den Abbau von Ressourcen geht, sondern darum, zusammen mit den Menschen und der Umwelt nachhaltig Erfolg zu haben.

Familienunternehmen gelten allgemein als verlässlich und vertrauenswürdig, gleichzeitig aber auch als nicht sehr transparent. Wie weit würden Sie gehen, um mit Transparenz Vertrauen zu schaffen?

Alexander Knauf: Ich glaube, die Trennlinie ist eigentlich recht klar. In unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir klare Kennzahlen gewählt, an denen wir unser Handeln messen wollen. Bei diesen Kennzahlen sind wir klar und transparent. Die Trennlinie bei Familienunternehmen verläuft genau zwischen dem Unternehmen und der Familie. Die Familie ist privat, wie bei jedem von uns.

Manfred Grundke: Man muss auch unterscheiden zwischen dem, was zur Beurteilung des Unternehmens und seines Verhaltens notwendig ist und was der reinen Befriedigung von Neugier dient. Wenn es nur um Neugier und Sensationslust geht, dann sind wir zurückhaltender, ich würde sagen bis zu 100 Prozent. Aber wenn es um die Beurteilung des Unternehmens und seines Verhaltens in der Gesellschaft und in der Umwelt geht, dann kann jeder alle Informationen haben, die dafür notwendig sind.

Knauf ist ein weit verzweigtes Unternehmen, mit zahlreichen Tochter- und Landesgesellschaften. Wie stellen Sie sicher, dass Sie beim Thema Nachhaltigkeit alle an einem Strang ziehen?

Manfred Grundke: Ich glaube, dass jedes kurzfristige Verhalten, das sich nicht an nachhaltigen Parametern orientiert, am Ende des Tages dem Unternehmen mehr schadet als nützt. Wenn ein Unternehmen der Knauf Gruppe meinen sollte, man könne bei der Rohsteingewinnung – ich bleibe mal dabei – Raubbau betreiben, nur um Abbaukosten zu optimieren, bekäme es sehr schnell Schwierigkeiten mit der Gemeinde oder der Region. Wir legen Wert darauf, dass wir zusammen mit den Menschen in den Regionen unser Geschäft betreiben und nicht auf ihre Kosten. Das ist, wenn Sie so wollen, ein selbstregulierender Faktor, weil sich der Betreffende sonst selbst schaden würde.

Alexander Knauf: Unsere Unternehmenswerte sind die beste Art und Weise, den Landesgesellschaften die Aufgaben ins moralische Pflichtenheft zu schreiben. Wir geben ihnen hier mit, wie die DNA von Knauf aussieht und wie sie mit der Umwelt umzugehen haben. Ich denke, so funktioniert das in einem dezentral organisierten Unternehmen am besten.

Inwiefern treibt der Gedanke der Nachhaltigkeit die Innovationstätigkeit bei Knauf?

Manfred Grundke: Ich nehme einmal das klassische Beispiel: Die Rauchgas-Entschwefelungstechnologie wurde von Babcock Noell und Knauf gemeinsam entwickelt. Die ersten Anlagen sind von Knauf gebaut worden. Später haben wir uns aus dem Anlagengeschäft zurückgezogen und uns rein auf die Herstellung von Baustoffen konzentriert. Im Bereich der Putze haben wir maschinenverarbeitbare Putze entwickelt. Bei den Dämmstoffen kamen die ersten formaldehydfreien Bindemittel für Glas- und Steinwolle von Knauf. Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Immer ist der Gedanke umweltfreundlicher Technologien und moderner Baustoffe gezielt durch Innovationen weiterverfolgt worden.

Alexander Knauf: Es gibt interne und externe Treiber, die uns zur Nachhaltigkeit führen. Intern haben wir natürlich ein inhärentes Interesse, den Energieverbrauch, beispielsweise in unserer Produktion, zu optimieren. Gleichzeitig fragen uns auch unsere Kunden immer wieder: Wie kann man Gebäude noch energieeffizienter gestalten? Wie hoch ist der Recyclinganteil im Produkt? Und so kommen interne und externe Kräfte zusammen, die ihren Niederschlag in der Entwicklungstätigkeit finden.

Thema Mitarbeiter: Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, ist für viele Unternehmen eine immer größere Herausforderung. Was tut Knauf, um im Wettbewerb um Talente gute Karten zu haben?

Alexander Knauf: Ich möchte das einmal mit den drei Schlagworten Anziehen, Behalten und Entwickeln zusammenfassen. Wir legen großen Wert darauf, die besten potenziellen Mitarbeiter für Knauf zu interessieren. Das fängt schon in den Schulen an, wo wir zum Beispiel die MINT-Initiative für die Naturwissenschaften fördern. Unsere Mitarbeiter informieren an Hochschulen und nehmen an Absolventenmessen teil. Viele besonders qualifizierte Absolventen entscheiden sich für ein Familienunternehmen, weil sie hier früher die Ergebnisse ihrer Arbeit sehen können, als wenn sie nur eine Nummer in einem Großkonzern wären. Auch im Rahmen der Mitarbeiterpflege machen wir sehr viel. Dazu gehört der tägliche Umgang, aber vor allem die Anerkennung von Leistung. Bei unserer jährlichen Hauptversammlung ist ein ganz wesentlicher Teil die Ehrung der Jubilare, die dem Unternehmen durch langjährige, kompetente, loyale Mitarbeit die Treue erwiesen haben. Anerkennung von Leistung spielt bei Knauf eine große Rolle. In der Mitarbeiterentwicklung führen wir intensive Gespräche, die dann die Basis sind für eine strukturierte Entwicklung – für Ausbildung und Karriereplanung. Für junge Leute spielt auch die Work-Life-Balance eine große Rolle, die wir bei Knauf gut realisiert haben.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für die Zukunft bei Knauf?

Manfred Grundke: Der Baustoff Gips wird schon seit über 5.000 Jahren erfolgreich eingesetzt, und wir sind – was unser Geschäft betrifft – auch davon überzeugt, dass sich daran nichts ändert. Was Dämmstoffe betrifft, wird trotz der derzeit niedrigen Energiekosten die Frage der Energieeffizienz wieder ein langfristiges Thema sein, für das wir gut aufgestellt sind. Jetzt geht es darum, durch geeignete Mitarbeiterqualifikation die Voraussetzungen für die nächsten 50 oder 60 Jahre einer erfolgreichen Entwicklung zu schaffen. Viele Unternehmen mögen eine ähnliche Strategie haben, aber sie haben nicht die gleichen Mitarbeiter. Es wird eine zentrale Aufgabe sein, genau die richtige Mischung an gut qualifizierten und motivierten Mitarbeitern zu haben, die im Wettbewerb etwas mehr bringen als die anderen.

Wie steht es mit politischen, wirtschaftlichen Risiken? Der Russland-Ukraine-Konflikt wirkt sich doch sicher auch auf Ihr Geschäft aus?

Manfred Grundke: Sicher hat das Auswirkungen. Aber da Knauf immer Wert darauf legt, dass die Wertschöpfung weitestgehend in der Währung erfolgt, in der auch die Fakturierung vorgenommen wird, ist die Auswirkung zwar ärgerlich, aber nur im Rahmen der Wechselkursparitäten wichtig. Uns trifft das nicht so sehr wie Unternehmen, die etwa in einer Hartwährung produzieren und nun in Rubel fakturieren müssen. Uns trifft nur die Wechselkursparität. Damit muss man umgehen können. Die Geschäfte in der Landeswährung laufen relativ ungestört. Der russischen Konjunktur ging es ohnehin schon nicht so gut. So ist es nun mal, wenn man weltweit unterwegs ist.

Wie würden Sie Knauf und seine Produkte in 100 Jahren beschreiben?

Alexander Knauf: Vielleicht muss man sich überlegen: Welche Rahmenbedingungen werden in 100 Jahren anders sein? Ich glaube, dass wir wahrscheinlich deutlich mehr recyceln werden. Wahrscheinlich werden auch unsere Prozesse weniger arbeitsintensiv sein. Man wird Gebäude anders zusammenbauen. Die Prozesse sind mehr automatisiert, die Vorfertigung beim Bauen wird an Bedeutung gewinnen, also machen wir uns Gedanken darüber, wie zum Beispiel modulares Bauen in Zukunft stattfinden kann. Man hat schon mit Zement ein Haus gedruckt! Wir wollen das Apple der Baustoffindustrie sein, der Gesamtlösungsanbieter, der Systemgeber, der Innovationstreiber, wenn es um das moderne Bauen geht. Wir werden weiterhin einen sehr hohen Teil unseres Gewinns in den systematischen Ausbau der Gruppe investieren. Dies wird, neben der Sicherung des Bestandes, in neue Länder oder Standbeine sein.

Manfred Grundke: Knauf hat bisher immer die Fähigkeit nachgewiesen, sich veränderten Umgebungsbedingungen anzupassen. Vielleicht kommen noch zwei, drei andere Geschäftsfelder dazu. Neue Materialien, die in ähnlichen Verfahren oder Prozessschritten hergestellt werden, sind dann ein interessantes Thema. Aber eines ist ziemlich sicher: Wenn wir diese Dynamik und Anpassungsfähigkeit beibehalten, die wir in den letzten 80 Jahren bewiesen haben, wird ein Großteil der Wertschöpfung von Knauf sein.

Knauf: Global Player mit Wir-Gefühl

Knauf ist ein familiengeführtes Unternehmen der Baustoffindustrie mit rund 220 Produktionsstandorten in mehr als 80 Ländern und mit rund 26.500 Mitarbeitern. Trotz aller internationalen Aktivitäten ist das Unternehmen dabei seinen Grundsätzen immer treu geblieben. Hierzu gehören ein vertrauensvolles Miteinander ebenso wie Fleiß, visionäres Denken und Zusammenhalt.

Die Zukunft im Blick: Unsere Strategie

Knauf vereint als Familienunternehmen Tradition, Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung. Unser innerer Kompass sind die vier Unternehmenswerte Menschlichkeit, Partnerschaft, Engagement und Unternehmergeist. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie identifizieren wir bedeutende Zukunftstrends und leiten daraus konkrete Handlungsfelder und Ziele ab.

Knauf Werte
Menschlichkeit:

Wir sehen uns und alle anderen, die unser Tun betrifft, als Teil einer großen Familie. Wir stehen für Gerechtigkeit, Anstand und einen respektvollen Umgang miteinander. Als Vorbild für die Gesellschaft engagieren wir uns sozial und gehen verantwortlich mit unserer Umwelt um.

Partnerschaft:

Wir vertrauen einander und können uns aufeinander verlassen. Als Team unterstützen wir uns gegenseitig, wo immer es möglich ist. Dabei sind wir verlässlich und loyal.

Engagement:

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Arbeit und achten auf die Auswirkungen unserer Entscheidungen. Mit vollem Einsatz schaffen wir Lösungen und Produkte von höchster Qualität. Für den gemeinsamen Erfolg entwickeln wir uns weiter und teilen unser Wissen miteinander.

Unternehmergeist:

Wir handeln pragmatisch, ergebnisorientiert und nutzen unsere Chancen. Durch Unternehmergeist hat sich Knauf erfolgreich von einem Familienunternehmen zu einer weltweit tätigen Firmengruppe in Familienbesitz entwickelt. Mit Pioniergeist, Innovationen und der Bereitschaft zum Wandel schaffen wir stetiges Wachstum.

Wertkette
Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele

Aus der Wesentlichkeitsanalyse und den Zielvorgaben unserer Managementsysteme leitet sich die Nachhaltigkeitsstrategie der Knauf Gruppe ab. So haben wir Ende 2014 elf Handlungsfelder erarbeitet, denen sich das Nachhaltigkeitsmanagement in Zukunft gezielt zuwendet.

Für fast alle dieser Handlungsfelder existieren konkrete quantitative Zielvorgaben. Für die Arbeitssicherheitsthemen beispielsweise arbeiten unsere Standorte nach definierten Arbeitssicherheitsmanagementsystemen, wie zum Beispiel OHSAS 18001. Dementsprechend verfügen wir weltweit über Leistungsindikatoren (KPIs), Berichtsprozesse, Zertifizierungen und Ziele. Bei fast allen Bereichen, die gesetzlich reguliert sind, haben wir teils deutlich strengere Anforderungen formuliert, etwa beim Anwenderschutz. Sind Themen nicht durch ein Managementsystem oder regulatorische Vorgaben abgedeckt, entwickelt Knauf in Eigeninitiative Produktlösungen, indem wir konsequent Chancen identifizieren und Marktlücken schließen, um so langfristig die Interessen unserer Kunden zu schützen. Auf den folgenden Seiten finden Sie dazu zahlreiche weiterführende Details.

Im Mittelpunkt unserer Strategie stehen unsere Kunden – ihre Zufriedenheit, ihre Sicherheit, Gesundheit und natürliche Umwelt. So – und nur so – sichern wir die Zukunft von Knauf.

Nachhaltige Produkte

Produkte von Knauf verwirklichen unseren Anspruch auf höchste Qualität und Umweltgerechtigkeit. Unsere Produkte und Systeme stehen für nachhaltiges Bauen, das energieeffizientes und gesundes Wohnen und Arbeiten ermöglicht. Gleichzeitig kommen wir unserer Produktverantwortung im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheit für Anwender und Nutzer nach.

Maßnahmen
Gips: ein natürlicher Rohstoff

Gips ist ein natürlicher Rohstoff, der leicht gewonnen werden kann und einfach zu verarbeiten ist. Er wird in der Regel in Steinbrüchen durch Sprengung oder auf andere Weise gelöst, selektiert, gebrochen und weiterverarbeitet. Knauf verfügt über mehr als 70 Steinbrüche weltweit. Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist Gips eine in großen Mengen verfügbare Ressource, und der Abbau ist ökologisch verträglich. Nicht mehr genutzte Steinbrüche werden von Knauf aufwändig renaturiert oder rekultiviert.

Energie sparen und Emissionen reduzieren

Doch Gips ist nicht nur ein umweltfreundlicher Baustoff. Auch die von Knauf aus Gips und anderen Mineralen erzeugten Produkte weisen herausragende Nachhaltigkeitseigenschaften auf. Der größte Teil des von Knauf verarbeiteten Gipses kommt in Form von Gipskartonplatten auf den Markt, bei denen sich der Gips zwischen zwei Schichten aus Karton befindet. Viele Gipsplattenprodukte werden mit besonderen Eigenschaften ausgestattet, sodass sie z. B. wärme- und schallisolierend wirken oder den Schutz vor Feuchtigkeit verbessern, also für Energieeinsparung und Wohnkomfort sorgen.

Maßnahmen
Einsatz von Sekundärrohstoffen

Produktverantwortung fängt bei den Rohstoffen an. Knauf verarbeitet überwiegend Gips – Naturgips ebenso wie synthetischen Gips aus industriellen Prozessen und Kraftwerken. Naturgips ist zwar ein nicht erneuerbarer Rohstoff, er steht allerdings in großen Mengen zur Verfügung. Synthetischer bzw. REA-Gips gilt als Sekundärrohstoff, da er als Nebenprodukt insbesondere aus der Entschwefelung von Kohlekraftwerken in hoher Qualität erzeugt wird.

Je nach Standort ist die Einsatzquote von REA-Gips bei Knauf unterschiedlich. Im Jahr 2014 lag der Anteil von Naturgips über alle Unternehmen und Länder in diesem Bericht hinweg bei 39 Prozent (2013: 41 %), von REA-Gips bei 57 Prozent (2013: 58 %). Bei Recyclinggips ist es uns gelungen, den Anteil auf 4 Prozent zu steigern (2013: 1 %). Der Karton von Gipsplatten besteht grundsätzlich zu 100 Prozent aus Altpapier.

Bei unseren mengenmäßig bedeutsamsten Produkten, den Gipsplatten, werden neben Gips und Karton auch Wasser und Additive verwendet. Additive werden eingesetzt, um bestimmte Produkteigenschaften zu erzielen, die Arbeit auf der Baustelle zu erleichtern oder zum Beispiel Fassaden vor negativen Umwelteinflüssen und Beschädigungen zu schützen. Unsere Forschung nach immer umweltfreundlicheren Produkten beinhaltet, dass wir den Einsatz von Additiven kontinuierlich auf den Prüfstand stellen. Auch der Wassereinsatz in der Plattenproduktion wird Jahr für Jahr zurückgefahren, denn dies verkürzt die Trocknungszeiten und damit den Energieverbrauch.

Maßnahmen
Anwenderschutz als Differenzierungsmerkmal

Bei Knauf wissen wir, dass wir unseren guten Ruf nur schützen können, wenn wir Produkte auf den Markt bringen, die für ihre Anwender ungefährlich sind. Als Hersteller von Produkten, in denen oft – neben Naturprodukten – auch chemische Stoffe enthalten sind, unterliegen wir den Informationspflichten der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals; EU Nr. 1907/2006), der UN-Verordnung GHS (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) sowie seit dem 1. Juli 2013 der EU-Bauproduktenverordnung (EU Nr. 305/2011).

Für unsere Kunden stellen wir für alle in Frage kommenden Produkte Leistungserklärungen, Sicherheitsdatenblätter und CE-Kennzeichnungen zur Verfügung. Sie enthalten Angaben zur Zusammensetzung, zu physikalischen und chemischen Eigenschaften, Handhabung und Lagerung, möglichen Gefahren, umweltbezogene Informationen sowie Hinweise zur Entsorgung – für den deutschen Markt im Internet zu finden unter http://pd.knauf.de ,
für den Schweizer Markt unter http://pd.knauf.ch .

Umweltschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz

Knauf ist sich der ökologischen Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit bewusst. Als produzierendes Unternehmen, das auf die Verarbeitung natürlicher Rohstoffe angewiesen ist, hat Knauf hier eine große Verantwortung. Daher setzen wir alles daran, möglichst ressourceneffizient vorzugehen und belastende Auswirkungen auf die Natur zu begrenzen.

Energie
Umweltfreundliche Transportlogistik

Umstellung auf REA-Gips hat in der Produktion mehr als 50 Prozent Primärenergie eingespart sowie mehr als zehn Millionen Liter Diesel durch den Bahntransport. Dabei ist diese Maßnahme nur Teil eines breiten Ansatzes für eine klimaschutzorientierte Transportlogistik: Weitere Bausteine sind die Planung von Produktionsstandorten in unmittelbarer Nähe der Gewinnungsbetriebe („Werk am Steinbruch“oder „am Kraftwerk”), die Auslastungsund Routenoptimierung der Lkw sowie der Einsatz von schadstoff- und lärmreduzierten Fahrzeugen. Einige unserer Werke haben einen direkten Zugang zu Flüssen oder Kanälen, in Großbritannien und Nordeuropa auch zur Nord- und Ostseeküste – in diesen Fällen erfolgt die Anlieferung per Schiff. Bei der Auswahl der Lieferanten achten wir zudem stets auf möglichst kurze Entfernungen. Auch in den österreichischen Werken werden die jährlich rund 250.000 Tonnen Gips jeweils zur Hälfte per Lkw aus den eigenen Steinbrüchen und per Bahn als synthetische Gipse angeliefert.

Der Karton für die Gipsplatten wird mit der Bahn zugestellt: Die rund 1.500 Tonnen Karton entsprechen dabei rund 60 eingesparten Lkw-Ladungen. Unsere spanischen Werke liegen sehr nah an natürlichen Gipsvorkommen, was logistisch sehr günstig ist.

Versuch
Recycling von gebrauchten Gipsplatten

Das Recycling von Gipsplatten nach dem Gebrauch, also nach Neu- oder Umbauten oder Abriss/Rückbau, spielte in der Vergangenheit keine nennenswerte Rolle in der Gipsindustrie, vor allem weil gebrauchte Platten nicht getrennt gesammelt wurden. In Großbritannien hat die Gipsplattenindustrie einschließlich Knauf 2007 das so genannte Ashdown Agreement unterzeichnet, das der Industrie generell vorgibt, den Recyclinganteil zu erhöhen. Besonders aber seit dem Inkrafttreten neuer Deponieregeln im April 2009 dürfen Gipsplattenabfälle nicht mehr auf allgemeinen Deponien entsorgt werden, sondern nur noch auf gesonderten und geschützten Ablageplätzen. Die damit verbundenen höheren Kosten haben in der Folge zu kosteneffizienteren Recyclinglösungen geführt.
In Deutschland hat der Bundesverband der Gipsindustrie e.V. (BV Gips) unter Federführung von Knauf für Deutschland ein Konzept für das Recycling von „externen“ Gipsplattenabfällen an strategisch wichtigen Standorten entwickelt. Das jährliche Aufkommen an recycelbaren Gipsplattenabfällen wird auf derzeit ca. 300.000 Tonnen geschätzt. Mit dem Recyclingkonzept der deutschen Gipsindustrie wird mittelfristig die gesamte Abfallmenge verwertet werden können.

Europäische Recyclinginitiativen

Eine zweite Initiative zur Verwertung gebrauchter Gipsplatten ist das so genannte GtoG-Projekt („Gypsum to Gypsum“) des europäischen Gipsindustrieverbands Eurogypsum. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission bei einem Projektvolumen von rund 3,6 Millionen Euro zu 50 Prozent gefördert und vereint 16 Abbruch- und Recyclingunternehmen sowie Hersteller, darunter Knauf. Ziel ist es, die Recyclingquoten zu erhöhen und langfristig bis zu 30 Prozent Recyclinggips in neuen Gipsplatten zu verarbeiten. Die europäische Gipsindustrie hat sich bereit erklärt, den Recyclinggips in einer Qualität abzunehmen, die sich an die Qualitätskriterien für REA-Gips anlehnt. Umfangreiche Versuche haben bestätigt, dass der Recyclinggips diese Qualitätsanforderungen erfüllen kann. Dabei geht es vornehmlich um die Rückgewinnung des Gipses. Die Papierfraktion könnte als Ersatzbrennstoff oder zur Kompostierung verwendet werden.

Umweltbaum
Investitionen in den Umweltschutz

Knauf investiert jedes Jahr beträchtliche Summen in den Umweltschutz. Dazu gehören der betriebliche Umweltschutz an den Standorten, die Renaturierung bzw. Rekultivierung stillgelegter Steinbrüche sowie letztlich auch die Investitionen in den Erhalt der Substanz unserer Werke. Allein das Thema Biodiversität erfordert einen hohen Einsatz, u. a. auch für die naturschutzfachliche Weiterbildung im Unternehmen und darüber hinaus sowie für die Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Naturschutz. Unsere Diplom-Geologen sind gefragte Renaturierungsexperten und führen jedes Jahr Exkursionen von Schulen und Universitäten durch unsere ehemaligen Abbaugebiete. Diese umfassenden, großenteils freiwilligen Leistungen lassen sich finanziell nicht genau erfassen.

Energie sparen nützt dem Klimaschutz

Energie einzusparen, hilft nicht nur, Kosten zusenken, sondern ist auch ein notwendiger Beitrag, Emissionen aus der Energieerzeugung zu verringern und damit einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Knauf hat daher unternehmensweit einheitliche Leitsätze zur Energiepolitik beschlossen. Sie lauten:

  • Knauf verpflichtet sich, den Energieverbrauch in der Produktion langfristig zu reduzieren unddie Energieeffizienz in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu steigern.
  • Alle Mitarbeiter setzen sich für das Erreichen der Unternehmensziele ein und wirken aktiv an der Umsetzung mit.
  • Produkte und Produktionsprozesse sind auf Energieeffizienz zu prüfen. Durch Eigeninitiative und enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten will Knauf eine energiesparende Produktion erreichen – soweit es technisch und wirtschaftlich vertretbar ist.
  • Durch geeignete Einsparmaßnahmen im Energiesektor sollen Kosten reduziert und Emissionen gesenkt werden.
  • Die gesetzlichen Anforderungen werden zügig umgesetzt.

Renaturierung von Steinbrüchen
Zurück zur Natur

In den vergangenen Jahren stammten rund 40 Prozent des verarbeiteten Gipses in Deutschland aus Steinbrüchen, der überwiegende Rohstoffanteil war synthetischer Gips. Auch an anderen Standorten in Europa kann Knauf zu einem großen Teil auf synthetischen Gips zurückgreifen. Synthetischer Gips wird allerdings nie den Naturgips vollständig ersetzen können. Im Gegenteil: Der Anteil dürfte in Zukunft eher wieder abnehmen, denn wenn aus Gründen des Klimaschutzes die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, wird die wesentliche Quelle für synthetischen Gips langfristig versiegen.

Da auch Recyclinggips nicht in ausreichenden Mengen vorhanden ist und es in diesem Bereich noch große qualitative und logistische Hürden gibt, führt am Gipsabbau in Steinbrüchen kein Weg vorbei. Die notwendige Rohstoffgewinnung in Steinbrüchen muss allerdings umweltschonend erfolgen und Rücksicht auf Flora und Fauna in den Abbaugebieten nehmen. Denn auch wenn die Gewinnung von Gips im Vergleich zu anderen Rohstoffen vergleichsweise kleine Flächen in Anspruch nimmt, stellt der Abbau in jedem Fall einen – wenn auch kleinen – Eingriff in eine Kulturlandschaft dar.

Ein Steinbruch wird in der Regel mehrere Jahrzehnte betrieben. Schon während dieser Phase versuchen wir, mit eigenen Erschließungsstraßen und verträglichen Betriebszeiten möglichst wenig negativen Einfluss auf die Infrastruktur der Region zu nehmen. Wir verzichten auch vielerorts auf das sonst übliche „Schießen“, das heißt auf Sprengungen, wo immer die örtlichen Voraussetzungen dies zulassen.

Verantwortung für die Mitarbeiter

Die Mitarbeiter von Knauf haben einen hohen Anteil am Erfolg des Unternehmens. Wir schützen sie daher vor gesundheitlichen Risiken und bilden sie fort, um ihre Leistungsfähigkeit, Kompetenz und Motivation zu erhalten. Dabei trägt die Personalentwicklung auch der zunehmenden Internationalisierung der Knauf Gruppe Rechnung.

DIHK Präsident
Sichere und gesunde Arbeitsplätze

Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter genießt bei Knauf sehr hohe Priorität. Das bezieht sich sowohl auf die Arbeitssicherheit vorwiegend im gewerblichen Bereich wie den Gesundheitsschutz in allen Bereichen. In einer 2012 beschlossenen Grundsatzerklärung zur Arbeitsund Gesundheitsschutzpolitik wurden entsprechende Ziele festgelegt, wie die konsequente Prävention von Sicherheitsrisiken durch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, ein wirkungsvolles Arbeitssicherheitsmanagement in allen Unternehmensbereichen, kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen, die Analyse von Arbeitsunfällen und nicht zuletzt das Inkraftsetzen des Knauf Sicherheitsstandards.

Der Knauf Sicherheitsstandard (KSS) ist eine für alle Führungskräfte verbindliche Handlungsanweisung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zu seinen Hauptbestandteilen zählen die Definition von Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen sowie Vorschriften zur Gefährdungsbeurteilung, zur Wirksamkeitsmessung von Arbeitsschutzmaßnahmen, zur Notfallplanung und zu den Inhalten von Schulungsprogrammen. Der KSS erfüllt die Kriterien der internationalen Arbeitssicherheitsnorm OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) – unsere internationalen Standorte wurden entsprechend zertifiziert, auch wenn dies in einigen Ländern nicht vorgeschrieben ist. In Deutschland entspricht der KSS nicht nur den OHSAS-Kriterien, sondern wird durch die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) mit dem Gütesiegel „Sicher mit System“ (SMS) zertifiziert. Als Bestandteil unseres Arbeitssicherheitsmanagements veröffentlichen wir zehn Mal im Jahr einen internen Newsletter, der auf unsere spezifischen Sicherheitsanforderungen eingeht.

Schulungen und Aktionen zum Gesundheitsmanagement

Knauf unterstützt den Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter mit einem umfassenden Schulungskonzept und regelmäßigen Aktionen im Rahmen des „Fit@Work“-Programms. Die Standorte führen regelmäßige Gesundheitstage durch, an denen das Betriebliche Gesundheitsmanagement eingehend erläutert und Trainings absolviert werden. In den beiden großen Werken in Iphofen wurden die Gesundheitstage im Oktober 2014 gemeinsam mit der AOK Bayern durchgeführt, die mit dem „AOK Gesundheitstruck“ auf die Werksgelände fuhr. Unter Anleitung eines Sportwissenschaftlers wurden Übungen durchgeführt, die die Mitarbeiter dafür sensibilisierten, wie sie am Arbeitsplatz und privat ihre Gesundheit schützen können. Außerdem haben wir bei dieser Gelegenheit unsere Mitarbeiter nach eventuellen sicherheits- und gesundheitsrelevanten Schwachstellen im Unternehmen befragt.

Knauf Mitarbeiter engagieren sich auch von sich aus in zahlreichen Gesundheitsinitiativen und werden dabei vom Unternehmen unterstützt. So entstehen immer wieder neue Trainingsangebote, die Knauf zum Beispiel durch die Übernahme von Mietkosten für Sportanlagen fördert. Dazu gehören Sportangebote wie Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Gymnastik, Yoga, Schwimmen, Wandern und der Besuch von Fitnessstudios.

Duales Studium
Strategische Personalentwicklung

Knauf ist und bleibt ein Familienunternehmen, das die verschiedenen Standorte als Netzwerkpartner in einer dezentralen Struktur begreift. Ein wichtiger Schwerpunkt der Personalarbeit geht von der Hauptverwaltung in Iphofen aus. Die Landes- und Partnergesellschaften der Knauf Gruppe agieren bei den meisten Personalthemen eigenständig.

Unabhängig von dieser Eigenständigkeit rückteine gemeinsame Identität und Unternehmenskultur über die Landesgrenzen hinweg zunehmend in den Mittelpunkt der strategischen Personalentwicklung. Dadurch durchläuft dieser Bereich derzeit eine dynamische Veränderungsphase. Ziel ist es, die bisher rein regionale Zuständigkeit für Personalthemen zumindest in Kernbereichen künftig zentral zu steuern. Dabei geht es nicht um die Beschneidung von Zuständigkeiten, sondern darum, gemeinsame Werte zu leben und, wenn nötig, den „Personalkörper“ sinnvoll auszubalancieren.

Um die Knauf Werte konkret erlebbar zu machen, sollen daher die identitätsstiftenden Ziele der Personalarbeit bei Knauf weltweit angeglichen werden. Das reicht von globalen Begriffsdefinitionen für Prozesse und Verantwortungsbereiche bis hin zu vergleichbaren Laufbahnwegen in der Knauf Gruppe. Mitarbeitergespräche, Feedbacks für Führungskräfte, Zielvereinbarungen und Ähnliches sollen künftig nach vergleichbaren Prozessen ablaufen. Beispielsweise werden Mitarbeitergespräche zur Leistungsbeurteilung bisher noch sehr unterschiedlich gehandhabt. An den meisten Standorten sind solche Gespräche nur für Angestellte sowie die Vorgesetzten in der Produktion vorgesehen. Bei den Unternehmen im vorliegenden Bericht schwankt der Anteil der Mitarbeiter mit regelmäßigen Leistungsbeurteilungen je nach Unternehmen zwischen 50 und 100 Prozent.

Knauf Kinder
Menschliche und fachliche Kompetenzen fördern

Zu den wertvollsten Ressourcen bei Knauf gehört nicht nur der Rohstoff Gips, sondern vor allem die Mitarbeiter – deren Fachkompetenz und die Unternehmenskultur. Ein breit angelegtes Weiterbildungsprogramm widmet sich beiden Aspekten. Zu den Knauf Werten (Menschlichkeit, Partnerschaft, Engagement, Unternehmergeist) hatten bis Ende 2013 alle Mitarbeiter Schulungen durchlaufen. Dabei ging es um die Hintergründe und Zielsetzungen der Werte und ihre konkrete Handhabung im Unternehmensalltag. Auftakt der Schulungen war jeweils ein 15-minütiger Unternehmensfilm, der die Werte selbst und ihre Wichtigkeit erklärte und dabei auch auf die kulturellen Unterschiede verschiedener Regionen einging. In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer für sich und ihre Abteilungen die drei wichtigsten Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Werte in praktisches Handeln zu übersetzen. Seit 2014 durchlaufen alle neu eingestellten Mitarbeiter ähnliche Schulungen.

Fortschritt erfordert Weiterbildung

Ein breites Kurs- und Veranstaltungsprogramm widmet sich der fachlichen Aus- und Weiterbildung. Knauf ist Teil des technischen Fortschritts, denn wir entwickeln unsere Produkte ständig weiter, um neue Anwendungsbereiche zu erschließen sowie Produktqualitäten und Sicherheitsaspekte immer weiter zu optimieren. Gleichzeitig müssen wir mit den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen Schritt halten. Das Knauf Bildungsprogramm steht allen Mitarbeitern offen. Daher ist es auch ein wesentlicher Bestandteil des jährlichen Mitarbeitergesprächs, in dem es neben der Leistungsbeurteilung auch um die Entwicklung der Leistungsfähigkeit geht. Das Spektrum der Bildungsangebote reicht von der Methoden- und Schlüsselqualifikation für das jeweilige Arbeitsfeld der Mitarbeiter über spezifisches Knauf Know-how und Vertriebsseminare bis zu Führungskompetenzen und Gesundheitsangeboten. Insbesondere das Interesse an Seminaren zur Führungskompetenz ist stark gestiegen.

Sicherheit
Gezielte Berufsvorbereitung

Jungen Menschen mit Interesse an handwerklichen, technischen und administrativen Berufen bietet Knauf ein breites Spektrum an Ausbildungen in kaufmännischen, gewerblichen, technischen und IT-orientierten Bereichen. 2014 befanden sich 140 junge Leute in der Ausbildung bei den in diesem Bericht abgedeckten Unternehmen. Die Zahl der Auszubildenden in den zwölf möglichen Berufsfeldern ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen – parallel hat Knauf in Ausbildungswerkstätten und Schulungsräume investiert. Rund 90 Prozent der Auszubildenden, die einen erfolgreichen Abschluss erzielen, erhalten von uns ein Übernahmeangebot – einige auch von Knauf Gesellschaften außerhalb des aktuellen Berichtsumfangs. Für die hohe Qualität der Ausbildung bei Knauf spricht, dass unsere Azubis häufig zu den Jahrgangsbesten an den Berufsschulen gehören.

Angehende Fach- und Führungskräfte werden in der Knauf Gruppe gezielt und individuell nach ihren Potenzialen gefördert. Es stehen Programme der St. Galler Business School sowie weiterer Business Schools zur Verfügung. Internationale Förderprogramme runden die Weiterbildung dieser Zielgruppe ab und befähigen sie, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen.

Engagement für eine lebenswerte Welt

Das gesellschaftliche Engagement von Knauf basiert – wie alles, was wir tun – auf den Unternehmenswerten Menschlichkeit, Partnerschaft, Engagement und Unternehmergeist. Diese Werte helfen uns, auch jenseits des täglichen Geschäfts, Entscheidungen zu treffen und das Richtige zu tun – zur Förderung von Gesellschaft, Kultur und Sport.

Knauf Museum
Unterstützung für soziale Projekte

Soziale Projekte und Initiativen stehen seit jeher im Fokus unseres Engagements. Seit einigen Jahren haben wir es uns beispielsweise zur Regel gemacht, dass wir unseren Geschäftspartnern keine Weihnachtsgeschenke mehr überreichen, sondern das eingesparte Geld stattdessen an bedürftige Organisationen spenden – jährlich rund 10.000 Euro. Unsere Mitarbeiter schlagen vor, für welche Projekte die Summe verwendet werden soll. 2013 ging sie in Teilen an die Station Regenbogen in Würzburg, eine Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder, die Karmelitenschwestern eines Altenbetreuungszentrums in Iphofen sowie an die Gemeinschaft Sant’Egidio in Würzburg für die Mensa für alte und obdachlose Menschen sowie die Sprachschule für Flüchtlinge. 2014 gingen Schecks an den Verein KIWI, der die Intensivstationen der Universitäts-Kinderklinik in Würzburg unterstützt, des Weiteren wieder an die Karmelitenschwestern sowie an zwei lokale Sportvereine für die Kinder- und Jugendarbeit.

Knauf Museum
Kunst- und Kulturförderung

Knauf setzt einen besonderen Schwerpunkt seines gesellschaftlichen Engagements auf die Kulturförderung. Das Herzstück ist dabei das Knauf Museum in Iphofen. Das Barockgebäude mit modernem Anbau beherbergt seit 1983 als Dauerausstellung eine der weltweit größten Reliefsammlungen aller großen Kulturepochen der Menschheit. Gezeigt werden rund 200 Originalabgüsse bedeutender Kunstwerke aus großen Museen weltweit. Regelmäßige Sonderausstellungen bereichern das kulturelle Leben der Region. Sie greifen entweder Inhalte der Dauerausstellungen auf oder widmen sich eigenen Themen, wie der Kulturgeschichte Tibets, Japans oder Ägyptens. Auch heimische Künstler erhalten hier eine Plattform.

Von März bis Juni 2013 fand zum Beispiel die Sonderausstellung „Streifzüge durchs alte Japan“ statt, in der es unter anderem um den aus Würzburg stammenden Arzt und Naturforscher Philipp Franz von Siebold (1796–1866) ging. Er kam 1823 als einer der wenigen Ausländer nach Japan und steht bis heute für den gegenseitigen Kulturaustausch zwischen West und Ost. Zwischen Juli und November 2014 war eine Ausstellung zu Hexenverfolgungen im 15. Jahrhundert zu sehen.

Mehr Informationen bietet die Website http://www.knauf-museum.de .

Musiktraditionen
Pflege der regionalen Musiktradition

Auch auf musikalischem Gebiet engagiert sich Knauf seit vielen Jahren. So sorgen die Knauf Bergmannskapelle und der Knauf Knappenchor traditionell für die Bereicherung des regionalen Musiklebens rund um die Ursprungsstandorte des Unternehmens im fränkischen Iphofen. Die beiden Formationen bestehen sowohl aus aktiven wie ehemaligen Knauf Mitarbeitern, aber auch aus musikbegeisterten Menschen aus der Umgebung. Zum Repertoire gehören neben feierlichen, klassischen und volksmusikalischen Stücken auch moderne Einstudierungen von Swing bis Schlager. Im Januar 2014 wechselte nach mehr als 20 Jahren die Leitung der Bergmannskapelle. Ziel des neuen Leiters ist es, die Zahl der Auftritte noch zu erhöhen, um den Bekanntheitsgrad der Kapelle weiter zu steigern. Die Gelegenheit der symbolischen Übergabe des Dirigentenstabs in der Knauf Hauptverwaltung ließen sich auch die Vorsitzenden des Knauf Gesellschafterausschusses, Baldwin und Nikolaus Knauf, nicht nehmen, die damit die Wertschätzung der Unternehmensleitung zum Ausdruck brachten.

Kati Camp
Sport entspricht den Knauf Werten

Auch der Sport bietet eine willkommene Plattform, sich als Unternehmen zu präsentieren. Während Knauf bei seinen gewerblichen Kunden sehr bekannt ist, eignet sich die Sportförderung insbesondere dafür, auch dem privaten Verbraucher die Marke Knauf näherzubringen. Die in diesem Markt aktive Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG engagiert sich deshalb seit vielen Jahren im Sport – regional wie überregional. Hier spielen vor allem Basketball, Biathlon und Schwimmen eine große Rolle. Es existieren langjährige Partnerschaften mit den s.Oliver Baskets in Würzburg sowie den Sportlern Kati Wilhelm und Thomas Lurz. Dabei steht nicht der Profisport im Vordergrund der Knauf Sportförderung, sondern der Breitensport, die Nachwuchsarbeit und der Behindertensport.

Mit den Profipartnern und Knauf „Testimonials“ haben wir bodenständige, sympathische und erfolgreiche Athleten gewonnen, die auch nach ihrer sportlichen Karriere – wie Kati Wilhelm – Knauf treu bleiben. Die erfolgreiche Biathletin hat es geschafft, mit ihrer Sportmoderation bei der ARD nahtlos an ihre sportlichen Erfolge anzuknüpfen und engagiert sich weiterhin für Knauf. Mit dem Schwimmweltmeister Thomas Lurz haben wir zudem einen Athleten gewonnen, der ein Vorbild an Disziplin, Wille und Ehrgeiz darstellt. In seinen Vorträgen zeigt er immer wieder in beeindruckender Weise die Parallelen vom Leistungssport zum Berufsleben auf. Seit 2014 ist Thomas Lurz daher als Gesundheitsbotschafter bei Knauf aktiv und ist fester Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements geworden.

Beispiele aus der Praxis

Haben Sie noch Fragen zum Thema Nachhaltigkeit bei Knauf?

Dann kommen Sie gerne auf uns zu:

Knauf Gips KG
Am Bahnhof 7
97346 Iphofen

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