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FAQ

Hier finden Sie Anworten rund um das Thema Verfliesen

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Wie verlege ich Fliesen auf Spanplatten richtig?

Das Bewegungsverhalten von Spanplatten unterscheidet sich bei der Feuchtigkeitseinwirkung wesentlich von dem eines keramischen Belages. Aus diesem Grunde sollten auch wasserfeste Spanplatten im Trockenbereich eingesetzt werden. Die Anwendung als Untergrund für keramische Beläge ist immer mit einem Risiko verbunden. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Mindestens Spanplatten der Güteklasse V 100 G, 25 mm Dicke mit Nut- und Federausführung verwenden.
  • Alte Holzbeläge sind auf Festigkeit zu prüfen, Lagerabstände von 45 cm nicht überschreiten.
  • Zwischen Spanplatten und anderen Bauteilen alle Fugen im Fliesenbelag mindestens 10 mm breit dauerelastisch mit Knauf Fenster- und Holz-Silicon ausspritzen.
  • Grundierung der Spanplatten mit Knauf Spezialhaftgrund.
  • Verklebung der Fliesen mit der Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- und Boden-Elast.
  • Ausfugen der Fliesen mit Knauf Flexfuge schnell.
  • Anschluss-, Eck- und Dehnungsfugen mit Knauf Sanitär-Silicon abdichten.

Was muss ich beim Verlegen von Fliesen auf alten Kleberresten beachten?

Die Kleberreste müssen wasserfest und fest mit dem Untergrund verbunden sein. Grundierung des Untergrundes mit Knauf Spezialhaftgrund. Verklebung der Fliesen mit Knauf Flexkleber.

Kann ich Fliesen auf PVC-Belägen verlegen?

PVC-Beläge stellen laut DIN keinen fliesenüblichen Untergrund dar und sollten nach Möglichkeit entfernt werden. Ist dies nicht möglich, empfehlen wir unter Vorbehalt nachstehende Vorgehensweise:

  • PVC-Belag muss fest mit dem Untergrund verbunden sein.
  • PVC-Belag mit Knauf Intensiv-Reiniger gründlich abreinigen.
  • PVC-Belag 1-2 mm stark mit der Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- & Boden-Elast abspachteln und ein Armierungsgewebe einbetten.
  • Am nächsten Tag auf Festigkeit prüfen.
  • Verklebung der Fliesen ebenfalls mit der Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- & Boden-Elast.

Wie verlege ich Fliesen auf OSB-Platten richtig?

Ein direktes Befliesen auf OSB ist mit hydraulisch abbindenden Dünnbettklebern nicht möglich. Wir empfehlen, die OSB-Platten mit Knauf Renovierboard GKBI 6,5 mm, 90 x 125 cm zu entkoppeln.

  • OSB-Beläge sind auf Festigkeit zu prüfen, Lagerabstände von 45 cm nicht überschreiten.
  • Zwischen OSB und anderen Bauteilen alle Fugen im Fliesenbelag mindestens 10 mm breit dauerelastisch mit Knauf Fenster- und Holz-Silicon ausspritzen.
  • Grundierung der Knauf Renovierboard GKBI mit Knauf Tiefengrund.
  • Verklebung der Fliesen mit der Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- und Boden-Elast.
  • Ausfugen der Fliesen mit Knauf Flexfuge schnell.
  • Anschluss-, Eck- und Dehnungsfugen mit Knauf Sanitär-Silicon abdichten.

Was ist beim Einsatz von gebrauchsfertigen und dispersionsgebundenen Fliesenklebern zu beachten?

Dispersionskleber wie z. B. Knauf Superkleber können nur im Wandbereich innen eingesetzt werden. Die Austrocknung dieser Kleber erfolgt durch Abgabe von Feuchtigkeit. Daher relativ langsame Austrocknung, dadurch längere Zeit anfällig gegen Belastung. Ein mit Knauf Superkleber verklebter Fliesenbelag kann erst nach 5 Tagen ausgefugt werden.

Welche Fugenmörtel empfehlen sich im Bodenbereich?

Im Bodenbereich empfehlen wir, aufgrund dichter, nicht saugender Beläge, grundsätzlich nur flexible und wasserabweisende Fugenmörtel einzusetzen. Z. B. Knauf Flexfuge schnell, Knauf Marmor- & Granitfuge oder Knauf Spezialfuge Bodenfliesen.

Wie verlege ich Fliesen auf einer Fußboden-Flächenheizung (Netzträger) richtig?

Bei saugenden Untergründen z. B. Zementestrich, Fließestrich, Trockenunterböden usw.:

  • Grundieren mit Knauf Tiefengrund
  • Nach Trocknung Knauf Flexkleber schnell mit einer Zahnkelle 6 – 8 mm je nach Ebenheit des Untergrundes flächig aufziehen und durchkämmen (offene Zeit: 15 Minuten), Wärmematte mit glatter Rückseite sofort in das frische Kleberbett einlegen und andrücken.
  • Ausgleichen mit Knauf Fließspachtel Faserflex 15, mindestens 8 mm Schichtstärke.
  • Aufheizen frühestens nach 3 Tagen und vor dem Verlegen des Oberbelags.
  • Grundieren mit Knauf Tiefengrund, nach 4 Stunden Trocknungszeit kann Teppichboden, PVC, Fliesenbelag usw. verlegt werden.

Bei Steinuntergründen z. B. alte Fliesenbeläge, Terrazzoböden, Natursteinböden usw.:

  • Grundieren mit Knauf Spezialhaftgrund
  • Restliche Vorgehensweise, s. „saugende Untergründe“

Bei Holzuntergründen z. B. Spanplatten V 100, festliegender Dielenboden usw.:

  • Grundieren mit Knauf Spezialhaftgrund
  • Nach Trocknung die Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- und Boden-Elast mit einer Zahnkelle 6 – 8 mm je nach Ebenheit des Untergrundes flächig aufziehen und durchkämmen (offene Zeit: 15 Minuten), Entkopplungsmatte, z. B. Ditra-Matte der Firma Schlüter, Iserlohn, auflegen und gut andrücken
  • Nach dem Antrocknen des Klebers wird die Oberfläche der Entkopplungsmatte mit der Kombination Knauf Bau- und Fliesenkleber in Verbindung mit Knauf Kleber- und Boden-Elast abgespachtelt und mit einer Zahnkelle 8 mm durchgekämmt (offene Zeit: 15 Minuten), Wärmematte mit glatter Rückseite sofort in das frische Kleberbett einlegen und andrücken
  • Ausgleichen mit Knauf Fließspachtel Faserflex 15, mindestens 8 mm Schichtstärke
  • Aufheizen frühestens nach 3 Tagen und vor dem Verlegen des Oberbelags
  • Grundieren mit Knauf Tiefengrund, nach 4 Stunden Trocknungszeit kann Teppichboden, PVC, Fliesenbelag usw. verlegt werden
  • Fliesen sind mit Knauf Spezialkleber Bodenfliesen, Marmor- und Natursteinbeläge mit Knauf Marmor- und Granitkleber zu verlegen (jeweils mit dem Zusatz Knauf Kleber- und Boden-Elast)

Was ist im Bodenbereich außen zu beachten?

Das Gefälle des Untergrundes sollte mindestens 2 % nach außen verlaufen. Dehnungsfugen in Abständen von 2,50 m bis 5,00 m anordnen. Mindestbreite 10 mm, im Randbereich ebenfalls Dehnungsfugen anlegen. Der zu belegende Untergrund muss absolut wasserdicht sein. Eine Abdichtung ist z. B. mit der einkomponentigen Dichtschlämme Knauf Flexdicht vorzunehmen.

Welche Aufgabe hat eine Grundierung?

Die Knauf Grundierungen z. B. Knauf Tiefengrund und Knauf Spezialhaftgrund regulieren das Saugvermögen des Untergrundes, binden Staub und wirken sich haftungsfördernd auf die anschließende Verklebung aus.

Welche Untergründe müssen mit Grundierungen vorbehandelt werden?

Grundsätzlich alle Untergründe z. B. Trockenputz, Gipsputz, Holz, absandende Untergründe, Fußböden, Trockenunterböden und Estriche. Eine Trocknungszeit je nach Grundierung von mindestens 4 Stunden sollte eingehalten werden.

Welche Wirkung hat Knauf Kleber- und Boden-Elast?

Es macht Knauf Bau- und Fliesenkleber und Knauf Spezialkleber Bodenfliesen hochelastisch und wasserdicht. Diese Kleberkombination ergibt einen Dünnbettmörtel mit erweiterten Einsatzbereichen z. B. Verfliesen auf Spanplatten V100, PVC, Fliese auf Fliese, Terrassen im Außenbereich etc.

Was ist bei Fußbodenheizung zu beachten?

Der Boden ist vor dem Verfliesen aufzuheizen. Das Aufheizen darf nicht vor 21 Tagen nach dem Estricheinbau beginnen. Täglich um 5° C bis zur maximalen Vorlauftemperatur steigern. Heizung mindestens 24 Stunden vor Fliesenverlegung abschalten oder bei kalter Witterung auf 15° C drosseln. Dann sind die größten Spannungen beseitigt. Die Fußbodenheizung erst nach 28 Tagen nach dem Verfliesen auf Betriebstemperatur bringen. Die Inbetriebnahme ist stufenweise täglich um 5° C vorzunehmen.

Was ist beim Verlegen von Marmorbelägen besonders zu beachten?

Für diese hochwertigen Materialien sind Spezialprodukte zu verwenden. Ansonsten kann es zu Verfärbungen der Marmorbeläge kommen. Die Verklebung dieser Beläge ist mit weißen Klebern z. B. mit Knauf Marmor- & Granitkleber vorzunehmen. Das Ausfugen erfolgt mit der Knauf Marmor- & Granit-Fuge. Anschluss-, Eck- und Dehnungsfugen mit Knauf Marmor- & Granit-Silicon abdichten.

Was versteht man in Wohnungen unter einem Nassbereich?

Nasszellen befinden sich in der Dusche oder in der Waschküche. Diese Nasszellen im Spritzwasserbereich sind wasserdicht z. B. mit Knauf Duschdicht-Set, Knauf Flächendicht oder Knauf Flexdicht in Verbindung mit Knauf Flächendichtband abzusperren.

Wie stark ist nach DIN 18157 ein tragfähiger Putz für das spätere Verfliesen?

Ein tragfähiger Putz sollte einlagig und mindestens 10 mm dick sein.

Was versteht man unter der „offenen Zeit“ eines Fliesenklebers?

Die Zeit vom Zeitpunkt des Aufziehens auf den Untergrund bis zur Hautbildung.

Wie lang ist die durchschnittliche offene Zeit von Fliesenklebstoffen bei normaler Temperatur?

Sie beträgt je nach Art des Fliesenklebers ca. 15 bis 20 Minuten. Innerhalb dieser Zeit müssen die Fliesen (schiebend) eingelegt sein.

Welche Kriterien beeinflussen die offene Zeit negativ?

Wärme, Luftzug, saugender Untergrund, nicht sauberes Anmachgefäß und Sonneneinstrahlung.

Wie kann man die Hautbildung feststellen?

Durch Fingerprobe: wenn der Klebstoff nicht mehr am Finger haften bleibt, darf keine Fliese mehr eingelegt werden. D. h. Kleber entfernen und neuen Kleber aufziehen.

Was versteht man unter richtiger Benetzung der Fliese?

Die Fliese muss ca. 80 % Kontaktfläche mit dem Fliesenklebstoff nach dem Einlegen aufweisen. Bei Bodenfliesen mit stark profilierter Rückseite und im Außenbereich empfiehlt sich das kombinierte Verfahren (d. h. Kleber auch auf der Fliesenrückseite auftragen), um eine vollflächige Benetzung zu erreichen (Buttering-Floating-Verfahren).

Welcher Grundsatz gilt bei der Festlegung der Zahnung und somit des Materialverbrauchs?

Der Verbrauch richtet sich je nach verwendeter Zahnleiste (unterschiedliche Zahngröße). Je größer die Fliesenrückseitenstruktur (Noppen), desto gröber die Zahnung wählen und desto höher ist der Materialverbrauch. Im Wandbereich empfehlen wir bei Normalverlegung eine Zahnungsgröße von 6 mm zu verwenden. Im Bodenbereich mindestens eine Zahnungsgröße von 8 mm verwenden.

Wie groß sind die Schichtdicken des Kleberbettes in Millimeter bei Dünnbett-, Mittelbett- bzw. Dickbettverlegung?

a) Dünnbettkleber (alle Knauf Fliesenkleber) von 2 bis 5 mm

b) Mittelbettkleber z. B. Knauf Spezialkleber Bodenfliesen von 5 bis 15 mm

c) Dickbettkleber (nicht im Knauf Programm) > 20 mm.

Wann setze ich Knauf Fugen-Elast ein?

Für das Ausfugen von Wandbelägen in Nasszellen (Spritzwasserbereich) oder bei schwingenden Untergründen wie z. B. Spanplatten. Knauf Fugen-Elast wird angemischt mit Knauf Fugenweiß, Knauf Fugengrau oder Knauf Deco-Fugenbunt. Knauf Fugen-Elast wirkt elastifizierend, macht die Fuge wasserabweisend und verbessert die Haftung an den Fliesenflanken.