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Brandschutz bei WDVS

Mehr als nur Wärmedämmung

Die wesentliche Aufgabe einer Gebäudefassade besteht darin, Mensch und Gebäude zu schützen. Das gilt nicht nur für Einflüsse, wie Kälte und Witterung, sondern auch im Fall eines Brandes.

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Was Sie wissen sollten

Sicherheit durch die Fassade

Vitra-Museum

Die wesentliche Aufgabe einer Gebäudefassade besteht darin, Mensch und Gebäude zu schützen. Das gilt nicht nur für Einflüsse wie Kälte, Wind und Witterung sondern auch im Fall eines Brandes.

Der mineralische Putzaufbau der Knauf WARM-WAND Systeme in Verbindung mit Mineralwolle-Dämmstoffen ist in jedem Fall nicht brennbar und erfüllt bis ins Detail den gesetzlich geforderten Brandschutz. Zudem bietet ein solches System besten Schutz vor äußerer Brandeinwirkung, was regelmäßig durchgeführte Prüfungen und Nachweise eindrucksvoll belegen.

Häufige Fragen zum Thema Brandschutz und WDVS werden im Servicebereich beantwortet.

Zu den FAQs

Baurechtliche Brandschutzanforderungen

WDVS Brandschutz

Das deutsche Baurecht hat die Aufgabe die Bauausführungen so zu regeln, dass Leib und Leben nicht gefährdet sind. Die Brandschutzanforderungen für Fassaden an Gebäudeaußenwänden schreiben vor, dass ein Wärmedämm-Verbundsystem nicht zu einer noch schnelleren Brandausbreitung beitragen darf (MBO § 28, Satz 1). Im Brandfall dürfen die Rettungsarbeiten nicht durch herabfallende Bauteile behindert werden (MBO § 28, Satz 3).

In Abhängigkeit der Gebäudehöhe und der Nutzung von Gebäuden sind baurechtliche Mindestanforderungen an Wärmedämm-Verbundsysteme gestellt.

Normentflammbarkeit (Gebäude bis 7 m)

Es wird von einer Selbstrettung ausgegangen.

  • G1 - freistehende Wohngebäude mit max. zwei WE, max. 400 m2 WF und freistehende land- oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude
  • G2 - Wohngebäude mit max. zwei WE und max. 400 m2 WF
  • G3 – Sonstige Gebäude

Schwerentflammbarkeit (Gebäude von 7 bis 22 m)

Eine Selbstrettung ist nicht zu 100 % möglich. Feuerwehr muss Rettung zum Teil vornehmen können. Eine Brandausbreitung muss verzögert werden.

  • G4 - Gebäude mit Höhe bis zu 13 m. max. 400 m2 Nutzungsfläche
  • G5 - sonstige Gebäude bis 22 m

Nichtbrennbarkeit (Hochhäuser größer 22 m)

Es wird davon ausgegangen das eine Selbstrettung zum großen Teil nicht möglich ist.

  • Sonderbauten
  • besondere Einbausituationen wie Brandwände, Gebäudeabschlusswände, Laubengänge, Fluchtbalkone, Feuerwehrdurchfahrten

Es sind immer die detaillierten Brandschutzanforderungen aus den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO), Sonderbaurichtlinien sowie Verordnungen der Baubehörden zu entnehmen.

WARM-WAND erfüllt die Anforderungen

WDVS

WDVS sind Fassadendämmsysteme, die brandschutztechnisch am umfangreichsten geprüft wurden. Das Brandverhalten von Wärmedämm-Verbundsystemen wird auf der Grundlage der deutschen Norm DIN 4102-1 oder der europäischen Norm EN 13501-1 klassifiziert. Die Klassifizierungen nach DIN 4102-1 und DIN EN 13501-1 sind als Grundlage für den Nachweis des Brandverhaltens von Baustoffen alternativ anwendbar.

Wir können bauaufsichtlich zugelassene WARM-WAND Systeme anbieten, die alle Anforderungen an das Brandverhalten von normalentflammbar bis absolut nichtbrennbar erfüllen.

Maximales Brandverhalten Knauf WARM-WAND Systeme
Normalentflammbar Natur D / Natur T / Natur S / Diffutherm auf massiv
Schwerentflammbar Basis / EPS / MW-Holzbau / PU/PF Slim
Nichtbrennbar Plus / Keramik / Duo

Brandschutzmaßnahmen nach Zulassung – Raumbrand

Brandbarriere
  • Brandbarriere
Brandriegel Sturz

Anwendung:

  • Außer bei Kellerfenster bis1 m2 muss über jedem Fenster ein Brandriegel montiert werden
  • Bei Dämmdicke bis 300 mm
  • Fensterposition bis maximal 4 cm über Rohbaukante

Material Brandriegel:

  • Mineralwolle-Lamelle: Knauf Volamit 040
  • Mineralwolle-Platte: MW Brandriegel 035 plus

Verarbeitung - Vollflächiges Kleben + ggf. Dübeln

  • Brandriegel wird vollflächig mit mineralischem Klebemörtel geklebt. Dabei keinen Klebeschaum verwenden.

Verarbeitung - Dübeln:

  • Mineralwolle-Lamelle ggf. mit WDVS dübeln
  • Mineralwolle-Platte mit 2 Dübel pro Element befestigen

Brandbarriere dreiseitig
  • Brandbarriere dreiseitig
Brandbarriere dreiseitig

Anwendung:

  • Außer bei Kellerfenster bis1 m2 muss über jedem Fenster eine Brandbarriere montiert werden
  • Bei Dämmdicken < 300 mm kann und bei Dämmdicken > 300 mm muss die Brandbarriere dreiseitig ausgeführt werden
  • Fensterposition in Dämmebene

Material Brandbarriere:

  • Mineralwolle-Lamelle: Knauf Volamit 040

Vollflächiges Kleben + ggf. Dübeln:

  • Brandbarriere wird vollflächig geklebt. Dabei kein Klebeschaum verwenden.

Verarbeitung - Dübeln:

  • Mineralwolle-Lamelle mit 2 Dübel pro Element befestigen

Brandriegel
  • Brandriegel
Brandriegel umlaufend

Anwendung:

  • Über mindestens jedem 2. Geschoss muss umlaufend ein Brandriegel montiert werden.

Geschosshöhen bis 1,4 m brauchen dabei nicht berücksichtigt werden.

  • Bei Dämmdicken bis 300 mm
  • Fensterposition in Dämmebene

Material Brandbarriere:

  • Mineralwolle-Lamelle: Knauf Volamit 040
  • Mineralwolle-Platte: MW Brandriegel 035 plus
  • PU Brandriegel 026

Vollflächiges Kleben + ggf. Dübeln:

  • Brandriegel vollflächig geklebt. Dabei kein Klebeschaum verwenden.

Verarbeitung - Dübeln:

  • Mineralwolle-Lamelle ggf. mit WDVS dübeln
  • Mineralwolle-Platte mit 2 Dübel pro Element befestigen
  • PU Brandriegel ggf. mit WDVS dübeln

Brandschutzmaßnahmen nach Zulassung – Sockelbrand

WARM-Wand System im Massivbau mit Putzbeschichtung

Beispiel: WARM-WAND System im Massivbau mit Putzbeschichtung

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