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ADAC, München

ADAC, München

Trockenbaulösungen garantieren optimalen Brandschutz in der ADAC Zentrale

Bautafel
Bauherr:ADAC, Allgemeiner Deutscher Automobil Club, München
Architekt:Sauerbruch Hutton, Berlin
Fachberatung:Bernhard Bredl, Knauf Gips KG
Verarbeiter:Bilfinger R&M Ausbau München GmbH, München
Fotograf:Bernd Ducke
Bauaufgabe: Brandschutz
Produkte:Knauf Diamantplatte

Sicherheit geht vor. Optimale Brandschutzqualität war einer der herausragenden Aspekte, die beim Bau der ADAC Zentrale in München eine Rolle spielten. Dafür waren diverse Sonderlösungen in Trockenbauweise notwendig. Ihre fachgerechte Ausführung ließ sich der ADAC durch Fremdüberwachung bestätigen.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Der Sicherheitsaspekt prägte auch den Bau der neuen Zentrale in München. Sicherheit für rund 2.400 Mitarbeiter und zahlreiche Besucher hatte bei der Planung oberste Priorität. Bei der Errichtung der Flachbauten und des Hochhauses spielte daher insbesondere das Thema Brandschutz eine herausragende Rolle. Um im Raumprogramm möglichst flexibel zu bleiben, empfahl das Fachingenieurbüro hhp (Berlin) daher, die brand- und feuerbeständigen Wände ebenfalls in leichter Trockenbauweise auszuführen – die im Detail direkt mit der Branddirektion München abgestimmt wurden. Diese folgte der Empfehlung, die 400 m²-Forderung pro Bauabschnitt flexibel zu halten.

Lösung

Gelöst wurde diese Herausforderung bautechnisch weitestgehend mit Wandkonstruktionen in Trockenbauweise. Dies auch deshalb, weil ein wesentlicher Teil der Büroflächen im Flachbau zur Anmietung zur Verfügung steht. Gipsplattenkonstruktionen dienen darüber hinaus als Vorsatzschalen und um beispielsweise Schächte abzugrenzen. Die in sämtlichen Wänden verbaute Ecose-Dämmung optimiert darüber hinaus deren schalltechnischen Eigenschaften. Nicht zuletzt ermöglichten abgerundete Wandkonstruktionen aus Gipsplatten den Planern des Bauvorhabens, den Innenausbau des Hochhauses an dessen äußere Form anzugleichen.

Nachdem der Flachbau der Gebäudeklasse 5 entspricht, reichte ein Tragwerk der Kategorie F90 aus, um den hierfür gültigen Brandschutzvorschriften zu genügen. Zusätzliche Anforderungen in Bezug auf Anlagentechnik oder eine Sprinkleranlage ergaben sich aus den im Bereich des Flachbaus angesiedelten Sondernutzungen wie dem als Versammlungsstätte geltenden Foyer.

Soweit brandschutztechnische Vorgaben zu erfüllen sind, unterteilen sich die Wände im ADAC in feuerbeständige und in Brandwände. Letztere müssen zusätzlich zu den Anforderungen einer feuerbeständigen Wand eine höhere Stoßbeanspruchung aushalten und dienen im Flachbau beispielsweise zur Abgrenzung der Brandabschnitte. So trennen dreifach beplankte Brandwände alle fünf Geschosse der Flachbauten zwischen den Gebäudeteilen voneinander ab. Als Basis für die Brandwände (Rw,R = 67 dB bei 152 mm Wandstärke) dienen in der ADAC Zentrale Standard CW-Profile, die im Achsabstand von 31,25 cm aufgestellt wurden. Beidseitige dreifache Beplankung mit Knauf Diamantplatten und je zwei Blecheinlagen pro Wandseite stellen sowohl den Anspruch an die Qualität der jeweiligen Brandwand, als auch die sicherheitstechnische Anforderung entsprechend der Widerstandsklasse WK3 (Einbruchsicherheit der Widerstandsklassen A nach VdS, dem Verband der Schadenversicherer, analog zur Klassifizierung WK3 nach DIN EN 1627 bis1630) sicher.

Um die Innenwände des Hochhauses und Flachbaus an die jeweiligen Fassaden anzuschließen, entwickelte Knauf für den ADAC zudem auf Basis der Standardvariante „Wandschwert“ eine Sonderlösung, die die Beweglichkeit der Fassade im Anschlussbereich erlaubt. Diese ist extrem schlank, da aufgrund der filigranen Fassadenprofile etwa der Hochhausfassade mit Wandverjüngungen gearbeitet werden musste und diese mit lediglich 10 cm starken Wandschwertern an die Fassade angeschlossen wurden. Trotzdem deckt die Sonderlösung sämtliche bauphysikalischen Anforderungen ab.

Standort

ADAC, München

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