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Dom St. Martinus, Rottenburg

Dom St. Martinus, Rottenburg

Inseln des Lichts für das Kirchenschiff

Dom St. Martinus, Rottenburg
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Bautafel
Architekt:Hahn Helten Architekten, Aachen
Fachberatung:Dipl.-Ing. Robert Tappert, Zentrale Objektgruppe Trockenbau und Markus Pedretti, Knauf Gips KG
Verarbeiter:Stuckateurbetrieb Walter Steger, Rottenburg
Bauaufgaben: Deckengestaltung,
Putz und Fassade

Die Gebäudeteile verschiedenster Baustile der repräsentativen Bischofskirche wurden neu geordnet und lassen sich nach dem Umbau neu nutzen. Raumbildende Deckensegel verschaffen dem Kirchenschiff optische Höhe und die gewünschten Proportionen.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Noch vor wenigen Jahren glich der Dom St. Martinus in Rottenburg eher einem Sammelsurium ineinander geschobener Raumtypen verschiedenster Baustile als einer repräsentativen Bischofskirche. Der Turm, das älteste Element der Kirche, steht im Mittelpunkt des Bauwerks, umgeben von verschiedenen Anbauten. Der architekturgeschichtlich bedeutsame Turm wirkte störend und behinderte die Funktionalität des Gebäudes.

Lösung

Den Architekten gelang es, den Campanile sinnvoll nutzbar zu machen. Voraussetzung war die liturgische Neugliederung des Kirchenraums, in dessen Zuge der Turm zur Sakramentskapelle umfunktioniert wurde mit einem großzügigen Durchbruch zum Mittelschiff.

Die Themen Licht und geometrische Ordnung bestimmten die weiteren Baumaßnahmen der Kirche. Die ungewöhnlichste und auffälligste sind Deckensegel aus Knauf Platten im Mittelschiff der Kirche. Diese muten wie Rippen aneinander gereihter Kleingewölbe perfekter Geometrie an und definieren eine neue Ebene unterhalb der alten buckeligen Decke.

Sie verbergen nicht nur die gesamte Lüftungstechnik, sondern verleihen darüber hinaus dem Raum optische Höhe. Eine Mittelfuge macht deutlich, dass es sich bei den Segeln um raumbildende Dekorationen handelt, nicht um statisch notwendige Architektur. Besondere Bedeutung kommt der Trockenbaukonstruktion bei der Beleuchtung zu: die Rippen wirken als Lichtreflektoren und werfen indirekte Beleuchtung wie Spiegel zurück.

Die Deckensegel hängen an einer Stahlkonstruktion aus vorgebogenen und vorgebohrten Vierkantrohren, an denen Knauf CD-Profile im Abstand von 320 mm befestigt sind. Diese Metallunterkonstruktion wurde von dem Rottenburger Stuckateurbetrieb Walter Steger 2-lagig mit 12,5 mm dicken KNAUF Piano Schallschutzplatten beplankt. Die gesamte Segelfläche ist mit Finish in einer Auftragsdicke von 1-2 mm leicht überzogen, geschliffen und weiß grundiert.

Als raumdefinierendes Elemente stärken die Deckensegel die neue Position des Kirchenschiffs als Zentrum des Doms und prägen den atmosphärischen Eindruck einer zeitgemäßen Kirche in historischen Rahmen. Mit dem Charme, den nur Altbauten mit ihren kleinen Unregelmäßigkeiten und Mängeln haben. Und der Lichtstärke und der geometrischen Perfektion, die Neubauten eigen ist.

Details

Die Gebäudeteile verschiedenster Baustile der repräsentativen Bischofskirche wurden neu geordnet und lassen sich nach dem Umbau neu nutzen. Raumbildende Deckensegel verschaffen dem Kirchenschiff optische Höhe und die gewünschten Proportionen.

Leistung

  • Detailplanung Deckensegel.
  • Stahlkonstruktion aus vorgebogenen und vorgebohrten Vierkantrohren und Knauf CD-Profile.
  • Beplankung KNAUF Piano Schallschutzplatten.

Standort

Dom St. Martinus, Rottenburg

Marktplatz 3
3 Rottenburg am Neckar
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Verwendetes Produkt

CD-Profil

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Das Profil für Decken und Wandbekleidungen im Trockenbau