Knauf Knauf
zurück

Grünes Zentrum, Holzkirchen

Grünes Zentrum, Holzkirchen

Nachhaltige Ideenschmiede

Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
  • Grünes Zentrum, Holzkirchen
Bautafel
Architekt:Wilfried Dederer und Gerhard Simson
Generalunternehmer:müllerblaustein GmbH, Blaustein
Verarbeiter:Heinrich Schmid GmbH & Co.KG, Chemnitz/Röhrsdorf
Baujahr:2015
Fotograf:Bern Ducke
Bauaufgaben: Brandschutz,
Schallschutz

Im Grünen Zentrum in Holzkirchen haben mehrere Organisationen, Verbände und Selbsthilfeeinrichtungen der bayerischen Land- und Forstwirtschaft ein neues Zuhause gefunden. Massivholzelemente aus Brettsperrholz bilden die Tragstruktur der verschiedenen Büro- und Schulungsgebäude. Die hier geforderten hohen Brand- und Schallschutzqualitäten ließen sich nur in Trockenbauweise erfüllen.

Merken

Projektbeschreibung

Aufgabe

Viele Nutzer, ein Gedanke, und der ist grün: Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen mit Land- und Hauswirtschaftsschule sowie Almakademie, der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern, die Waldbesitzervereinigung Holzkirchen e.V., die Kreishandwerkerschaft Miesbach-Bad Tölz-Wolfratshausen und nicht zuletzt der Bayerische Bauernverband mit seinen Dienstleistungsunternehmen haben im Grünen Zentrum in Holzkirchen ein neues Zuhause gefunden. Und damit einen Standort, der schon baulich eindeutig den Nachhaltigkeitsgedanken jener Dienstleister und Verbände repräsentiert.

Die unterschiedlichen Nutzungen des als Passivhaus konzipierten Büro- und Schulungsgebäudes haben die Entwurfsarchitekten Wilfried Dederer und Gerhard Simson in einer klaren Gliederung in mehreren Gebäudeflügeln untergebracht.

Mit zwei beziehungsweise drei Geschossen ist das Grüne Zentrum ein relativ niedrig gehaltener Bau, für den Holz aus bayerischen Wäldern auf vielfältige Weise eingesetzt wurde. Als tragende Bauteile dienen Massivholzelemente aus Brettsperrholz, die im Gebäudeinneren zum großen Teil sichtbar sind. Selbst der Aufzugsschacht besteht aus Holz, ebenso die aus Lärche gearbeitete Fassadenschalung, die Türen und Holz-Aluminium-Fenster, die Akustikdecken in Weißtanne und die Holzweichfaserdämmung.

Lösung

Um die brand- und schallschutztechnischen Herausforderungen des Büro- und Schulungsgebäudes optimal zu bewältigen, entschied sich der Bayerische Bauernverband (BBV) als Bauherr, im Innenbereich vorwiegend im Trockenbau zu arbeiten. Im Sozialbereich, also in den Pausen- und Aufenthaltsräumen sowie zwischen dem Platten- und Vorbereitungsraum des Grünen Zentrums setzte er im Rahmen der Trockenbaukonstruktion zudem insgesamt fünf Knauf Pocket-Kit Schiebetüren ein. Sie bieten enorme Raumvorteile, da der Platz für das Öffnen und Schließen der Türen entfällt, und ermöglichen auf einfache Weise barrierefreie Zugänge. Als akustisch wirksame und brandhemmende Bekleidungen wählte der BBV Gipsplatten der Firma Knauf, als Dämmung nachhaltige Knauf Insulation Glaswolle-Dämmstoffe mit ECOSE-Technology, die bis zu 80 Prozent aus Recycling-Glas bestehen und mit einem Bindemittel auf Basis natürlicher Rohstoffe gebunden werden.

Die tragenden BSH-Träger in den Treppenhäusern verkleideten die vom Generalunternehmern müllerblaustein GmbH beauftragte Trockenbaufirma Heinrich Schmid GmbH & Co. KG aus Brandschutzgründen mit Feuerschutz- und Massivbauplatten. Decken und Dachelemente wurden ebenfalls brandschutztechnisch ertüchtigt und die als Fluchtwege ausgewiesenen Flure mit abgehängten Decken bekleidet (F30-Anforderung). Dort, wo dicht an dicht verzogene technische Installationen die Montage von Deckenabhängungen unmöglich machten, kamen frei tragende Decken zum Einsatz.

Die Massivholzwände der einzelnen Brandabschnitte mussten ebenso wie die an die Treppenhäuser grenzenden Wände hochfeuerhemmend ausgeführt werden. Eine Lage 12,5 mm Knauf Feuerschutzplatten und eine weitere Lage 25 mm Massivbauplatten stellen sicher, dass die Konstruktionen dem Kapselkriterium K260 genügen.

Nichttragende Trennwände wurden grundsätzlich als Metallständerwände errichtet und entsprechend den brand- und schallschutztechnischen Anforderungen mit Gipsplatten beplankt. Bei einigen Bürotrennwänden wurden aufgrund der Fassadengestaltung Wandverjüngungen (Wandschwerter) eingebaut. Diese ermöglichen einen lediglich 48 mm schlanken Anschluss an die Fassade.

Sämtliche Schallschutzwände des Grünen Zentrums basieren auf einer Kombination von Silentboard-Platten mit Diamantplatten (Rw,R 63-65 db, je nach Wandstärke). Bei doppelten Beplankungen mit Silentboard-Platten konnte auf dieser Basis mit einer sehr geringen Gesamtwandstärke von 10 cm ein sehr hoher Schallschutz (Rw,R 65 dB) erzielt und gleichzeitig die Brandschutzanforderung F90 erfüllt werden

Standort

Grünes Zentrum, Holzkirchen

Route finden