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Kieferorthopädische Praxis, Bad Hersfeld

Kieferorthopädische Praxis, Bad Hersfeld

Ein Innenleben aus Licht und Komfort

Kieferorthopädische Praxis, Bad Hersfeld
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Bautafel
Architekt:Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Schlotz, Würzburg
Fachberatung:Knauf Objektgruppe und Thomas Schönewald, Knauf Gips KG
Verarbeiter:Nölke&Kellmann GmbH, Bebra
Bauaufgaben: Deckengestaltung,
Brandschutz

Ansprechender Umbau mit ungewöhnlichen Konstruktionen und und Funktionsmöbel in Trockenbautechnik.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Kliniken müssen nicht langweilig sein. Bester Beweis ist der Umbau einer kieferorthopädischen Praxis. Ziel war eine Praxis, die nicht nach Praxis aussieht. Statt mit konventionellen Baustoffen und Möbeln arbeitet der Architekt daher lieber mit Ideen - und in Trockenbau.

Lösung

Ein altes Fachwerkhaus wurde zu einem modernen Medizintempel. Mit indirekt beleuchteter Kuppel im sechs Meter hohen Behandlungsraum, mit Wellendecke im Eingangsbereich und freistehender Garderobenwand davor. Alles in Trockenbautechnik. Wo Platzprobleme drohten, wurde der Altbau entkernt, wo Brandschutzbestimmungen es erforderlich machten, zogen Wände, Decken und Vorsatzschalen in F90 oder F30 ein. Der kleine Röntgenraum der Klinik etwa passte in einen Würfel aus einer doppelt beplankten Knauf Plattenkonstruktion: zwei Meter lang, zwei Meter breit und 2,20 m hoch. Die Strahlung schirmen eingelegte Bleiplatten ab.

Kuppeldecke ist Mittelpunkt

Mehr Platz verschlang hingegen der etwa elf auf elf Meter große und zwischen 2,80 m und sechs Meter hohe Behandlungsraum. Mittelpunkt ist ein fast drei Meter hoher Glaszylinder von gut einem Meter Durchmesser, ein Aquarium. Geschickt platziert unter einer indirekt beleuchteten Kuppel, die sich von 2,80 m Höhe bis unter die nächste Geschossdecke zieht. Die vorgefertigte Unterkonstruktion ist mit 9,5 mm dicken trapezförmig zugeschnittenen Knauf Platten beplankt. Die alte Holzbalkendecke unter der neuen Kuppel ist die mit zwei Lagen Knauf GKF-Platten entsprechend in F30 ausgebildet. Am Schluss wurde das fertige Gewölbe mit Akustikputz zusätzlich schalltechnisch aufgewertet.

Trockenausbau

Die Aufenthaltszone trennt ein wellenförmig gebogener Raumteiler in zwei Hälften. Die gleichfalls in Trockenbautechnik erstellte, etwa 3,50 m lange Wand wird unten mittels senkrechten Stützen aus 60/60 mm dicken Quadratrohren, die mit dem Rohfußboden verdübelt sind, stabilisiert. Ähnlich ist die Garderobenwand aufgebaut, die im Eingangsbereich direkt hinter dem Raumteiler steht. Ein nischenförmiger Einschnitt bietet Platz für die Garderobe.

Details

Ein weiterer Höhepunkt: Ein wellenförmiges, freischwebendes Trockenbausegel in einem sattem Blauton, das in deutlichem Kontrast zu den angrenzenden weißen Zimmerwänden steht und bei den jugendlichen Patienten sofort Assoziationen zum Wasser und zum Aquarium weckt.

Dass ein Zahnarztbesuch Spaß macht, wird wohl niemand behaupten. Dass er ein optisches Erlebnis werden kann, beweist der Umbau in Bad Hersfeld.

Leistung

  • Detailplanung und Vorfertigung Kuppeldecke.
  • Wellenförmiges, freischwebendes Deckensegel.
  • Wand- und Deckenkonstruktion in F30 bis F90.
  • Knauf Strahlenschutzwände K131.
  • Freistehende Raumteiler in verschiedenen Ausführungen.
  • Gefache verputzt mit Knauf Rotband.

Standort

Kieferorthopädische Praxis, Bad Hersfeld

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