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Polizeiunterkunft in Holzbauweise, Nürnberg

Polizeiunterkunft in Holzbauweise, Nürnberg

Bereit zum Einsatz

Polizeiunterkunft in Holzbauweise, Nürnberg
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Bautafel
Bauherr:Freistaat Bayern
Architekt:BAURCONSULT Architekten Ingenieure, Haßfurt
Verarbeiter:Holzbau: Grossmann Bau GmbH & Co. KG, Rosenheim Trockenbau: SPOMA, Hermsdorf
Baujahr:2018
Fotograf:Stefan Ernst
Bauaufgabe: Brandschutz

Die Basis ist Beton, doch oben hat Holz das Sagen. Die neue Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Nürnberg ist in modularer Holzbauweise entstanden. Individuelle Beplankungen und Kapselung in Knauf Trockenbauweise stellen sicher, dass jede Wand den jeweiligen Ansprüchen in punkto Brandschutz, Schallschutz und Optik optimal genügt.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Für die Bereitschaftspolizei in Nürnberg sollten in kurzer Zeit ein Wohnheim mit 162 Doppelzimmern, Nasszellen und Gemeinschaftsräumen in zwei Neubauten sowie eine Garage für 100 Fahrzeuge errichtet werden. Die Materialien für die Fahrzeughalle dürfen nicht empfindlich sein, da es vor einem Einsatz nicht selten hektisch zugeht. Neben einem hohen Brandschutz – sämtliche Wände waren auf die Brandschutzqualität R 60 ausgelegt – war auch auf einen guten Schallschutz zu achten. Bei den Trennwänden zwischen den Zimmern waren 54 dB gefordert.

Um den differierenden Anforderungen z.B. Brandwand, Schallschutz, Sicherheit gegen Brandüberschlag, R 60 oder auch keiner Anforderung begegnen zu können, wurde jede einzelne Wand von den Planern und Projektingenieuren in Bezug auf die geforderten Eigenschaften gesondert betrachtet und musste entsprechend unterschiedlich aufgebaut werden.

Lösung

Das Erdgeschoss der beiden neuen Wohnheime für Anwärter der Bereitschaftspolizei in Nürnberg wurde aus Stahlbeton erstellt. Das Gleiche gilt für die stark beanspruchten Treppenhäuser und das Entrée im Erdgeschoss. Für die drei Geschosse oberhalb des Betonsockels wählten das mit dem Neubau betraute Planungsteam BAURCONSULT Architekten Ingenieure hingegen ein anderes Material: Holz, und zwar in Form von Brettsperrholz, welches für ein gesundes Raumklima sorgt und das Tragsystem für die Wände und Decken bildet. Das Gebäude wurde, mit Ausnahme von Teilen der Sanitärkuben, aus Brand- beziehungsweise Schallschutzgründen mit Gipsplatten gekapselt beziehungsweise bekleidet.

Insgesamt kamen rund 2.500 m³ Brettsperrholz beziehungsweise 19.000 m² Wand- und Deckenflächen zusammen, die sich hinter Glas und einer beschichteten, rhythmisierten Stahlblechfront verbergen. Für die komplette Montage der Wände und Decken brauchten die Handwerker lediglich 16 Wochen. Sämtliche Wände wurden mindestens für die Brandschutzqualität R 60 ausgelegt. Mittig unterteilt sich der Baukörper zudem in zwei Brandabschnitte.

Für die Wandbeplankung kamen GKF-Platten zum Einsatz, weil diese sowohl die Schallschutz-, als auch die Brandschutzanforderungen optimal erfüllen. Es kamen möglichst wenig Plattentypen zum Einsatz, um die Baustellenlogistik zu vereinfachen. Im Bereich der Bäder wurden Knauf Diamantplatten verbaut, weil die vielseitige Gipsplatte in gemäßigten Feuchträumen eingesetzt werden kann und dabei zusätzlich erhöhten Schallschutz- und Brandschutzanforderungen entspricht sowie sehr robust ist. Den Schallschutz bei den Trennwänden zwischen den Zimmern gewährleistet eine Konstruktion aus 60 mm Steinwolle hinter einer Vorsatzschale aus zwei Lagen GKF-Platten auf CD-Profilen, die mit Direktschwingabhängern an der Brettsperrholzwand rückverankert wurden.

In den Fluren und im Eingangsbereich der Zimmer wurden freitragende Decken abgehängt. Im Hohlraum der Decken verlaufen die Installationen und Lüftungsleitungen. Im Sozialraum der Polizeischüler ist eine Akustikdecke mit Q 8/18 Lochung montiert. Eine 30 mm dicke Dämmschicht aus Mineralwolle, Schallabsorptionsplatten und Akustikvlies stellen sicher, dass der Lärmpegel in diesem Raum nicht zu hoch wird.

So garantiert die modulare Bauweise in Holz- und Trockenbautechnik, dass sowohl die individuellen Räume als auch die Gemeinschaftsflächen das optimale Klima aufweisen, um den Start der jungen Frauen und Männer in den Polizeieinsatz so angenehm wie möglich zu gestalten.

Standort

Polizeiunterkunft in Holzbauweise, Nürnberg

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