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Wohnanlage, Kaiserslautern

Wohnanlage, Kaiserslautern

Wirtschaftliche Bodensanierung

Wohnanlage, Kaiserslautern
Bautafel
Bauherr:Stadt Kaiserslautern
Architekt:Stadt Kaiserslautern, Referat Gebäudewirtschaft Dipl.-Ing. Joachim Westrich
Fachberatung:Hans-Chr. Bücklein, Knauf Gips KG
Verarbeiter:R+W Müller GmbH, Contwig-Primasens
Bauaufgabe: Fußbodensystem

Stadtteile, in denen soziale und bauliche Probleme verstärkt auftreten, bergen bekanntlich gesellschaftlichen Zündstoff. Dem sozialen Auftrag kommunaler Wohnungsunternehmen entsprechend, bestimmen dabei nicht nur die wirtschaftliche Rentabilität des einzelnen Projekts den Handlungsbedarf, sondern vielmehr auch die soziologische Auswirkung einer Sanierungsmaßnahme.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Die Stadt Kaiserslautern entschied sich beispielsweise, ein soziologisch äußerst schwierige Gebit im Osten der Stadt zu sanieren: Über zwei Straßenzüge, Astern- unde Geranienweg, erstreckt sich dort ein sozialer Brennpunkt, der insgesamt 10 Wohnblocks umfasst. Für die zum Teil leerstehenden und zum Teil als städtische Obdachlosenunterkünfte genutzten Gebäude ist nun ein langfristiges Konzept erarbeitet worden, das sowohl auf Teilabriss als auch auf Objektsanierung basiert. Ziel ist es, durch eine bauliche Aufwertung der Wohngebäude - Obdachlosenunterkünfte sollen zu schlichten Sozialwohnungen umgebaut werden - mehr soziale Stabilität im Stadtteil zu erreichen. In einer ersten Phase wurde das Gebäude im Asternweg 34 - 36 entsprechend saniert und bietet nun vormals obdachlosen Menschen aus dem Gebiet einen festen Wohnsitz.

Zur Zeit wird das Gebäude im Geranienweg 30 - 32 saniert. Es soll zunächst für zirka eineinhalb Jahre als Ausweichstätte für den nahegelegnenen Kindergarten dienen, der ebenfalls modernisiert wird. Danach werden im Gebäude 16 Sozialwohnungen entstehen.

Das Wohngebäude, das Ende der 1950er Jahre gebaut wrude, war in einem schlechten Zustand. Wärmeschutz, Heizung, Sanitär und Elektro entsprachen längst nicht mehr den technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen heutiger DIN-Normen. Zudem hatten weder Zimmer noch Wohnungen eigene Sanitärräume. Vielmehr gab es pro Etage Gemeinschaftstoiletten sowie ein Bad.

Lösung

Das Konzept für die Sanierung ist der geplanten Belegung folgend vom zeitlichen Ablauf her in zwei Bauphasen gegliedert. Die erste Phase umfasst zunächst die energetische Sanierung des Gebäudes nach den Vorgaben der EnEV im Bestand. Dazu zählen der Neueinbau von Fenstern, die Dämmung der Außenfassade sowie des Daches. Des weiteren ist eine komplette Neuinstallation der Haustechnik im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss gemäß den Kindergarten-Vorschriften durchgeführt. Dazu kommen vorbereitende Installationsarbeiten für die darüberliegenden Geschosse, die in einer zweiten Phase nach Auszug des Kindergartens fertiggestellt werden.

Bodenausgleich kosten- und millimetergenau

Als problematisch für die notwendige Sanierung der vorhandenen Böden im Erd- und 1. Obergeschoss erwies sich die geringe Geschosshöhe des Gebäudes, die in der Lichte nur rund 2,30 m beträgt. Ein Abriss der 560m² großen Estrichflächen war von vornherein aus Kostengründen ausgeschlossen. Erschwerend kam hinzu: Die im Sockelbereich der Wandflächen neu verlegten Heizungsrohre waren zu tief angebracht worden, so dass für den Ausgleich der Estrichflächen noch weniger Höhe als zunächst geplant zur Verfügung stand. Millimeterarbeit war gefordert. Zum Einsatz kam daher Knauf Nivellierspachtel 415, der als extrem wirtschaftliche und zugleich belastbare Konstruktionslösung entwickelt wurde.

Der Untergrund, der nach Ausbau der alten Beläge Risse und oberflächige Ausbrüche aufwies, wurde zunächst geschliffen und gereinigt.

Anschließend wurde Knauf FE-Imprägnierung als Haftbrücke auf die Flächen aufgetragen und mit Quarzsand abgesandet, um eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Untergrund und Nivelliermaterial herzustellen. Nach einer Trockenzeit von 24 Stunden konnte schließlich Knauf Nivellierspachtel 415 maschinell eingebracht werden. Die selbstverlaufende Feinspachtelmasse besteht aus Gips, Kunststoffen und mineralischen Füllstoffen. Als praktisch schwundfreies Material eignet sich der Knauf Nivellierspachtel 415 für Schichtdicken bis 15 mm - in Kaiserslautern wurden im Mittel 10 mm Schichtdicke eingebracht. Da beim Einbringen mit der Pumpe kleine Luftblasen entstehen, wird der Nivellierspachtel mit der Stachelwalze bearbeitet. Er wird dadurch entlüftet und nivelliert, es entsteht eine absolut homogene Oberfläche.

Fazit: Wirschaflticher, qualitativer Bodenausgleich

Für den Ausgleich der 560m² großen Fläche im Wohngebäude Geranienweg 30 - 32 benötigten vier Arbeitskräfte zwei Tage. Durch den Einsatz der PFT Mischpumpe G4 konnte der ausführende Stuckateurbetrieb R.+W. Müller besonders effektiv arbeiten. Die Stundenleistung betrug in Kaiserslautern 100 m². "Per Hand zu spachteln wäre aus unserer Sicht keine wirtschaftliche Option gewesen", versichert er. Auch die schnelle Abbindezeit von Knauf Nivellierspachtel 415 war in Kaiserslautern von Vorteil. Bei 10 mm Schichtdicke war die Oberläche nach sechs Stunden begehbar, nach zirka acht Tagen sogar belegereif.

Gerade für Sanierungen im sozialen Wohnungsbau, bei denen die wirtschaftliche Rentabilität des einzelnen Projekts nicht im Vordergrund stehen kann und daher die Baukosten äußerst knapp kalkuliert werden müssen, erweist sich der Einsatz des Ausgleichsmaterials als ideal. Knauf Nivellierspachtel 415 erfüllt nicht nur qualitative Anforderungen - bereits ab 2 mm Dicke wird eine stuhlrollengeeignete Oberflächenhärte erreicht - sondern auch in punkto Schnelligkeit des Einbaus und damit der Kosten.

Details

Die Sanierung im Sozialen Wohnungsbau in Kaiserslautern zeigt, wie ein qualitativ hochwertiger Bodenausgleich wirtschaftlich eingebracht werden kann.

Leistung

  • Knauf Nivellierspachtel 415 in 10 mm Schichtdicke, mit stuhlrollengeeigneter Oberfläche; Maschinelles Einbringen mit PFT Mischpumpe G4.

Standort

Wohnanlage, Kaiserslautern

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