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Zentralmoschee, Köln

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Bautafel
Bauherr:Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (kurz: DITIB)
Architekt:Paul Böhm und IDK Kleinjohann, beide Köln
Fachberatung:Ekkehard Scholz, Objektmanager Decke, Michael Thorwart SOKO Iphofen
Verarbeiter:E. Reinstädler GmbH Trockenbau, Köln, als Nachauftragnehmer der Dirk Hünninghaus GmbH, Wuppertal
Baujahr:2017
Fotograf:Fabian Linden
Bauaufgabe: Deckengestaltung
Produkte:Drystar

Innenbekleidungen für Kuppeln gehören zu den anspruchsvollen Aufgaben des Trockenbaus. Das gilt für den Kuppelsaal der neuen DITIB-Zentralmoschee in Köln in besonderer Weise. Eine zusätzliche Herausforderung war die Anordnung der dreidimensional gerundeten Unterkonstruktion vor einer Innendämmung. Die besondere bauphysikalische Situation erforderte die Beplankung mit der feuchte- und nassraumgeeigneten Spezialgipsplatte Knauf Drystar.

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Projektbeschreibung

Aufgabe

Die Architektur der neuen Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (kurz: DITIB) in Köln-Ehrenfeld ist eine kühne Kombination von Tradition und Moderne. Am markantesten lässt sich das Verschmelzen traditioneller und moderner Bauweisen an der Kuppel ablesen, die genau genommen gar kein einheitlich-geschlossenes Gewölbe im herkömmlichen Sinne ist. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros Paul Böhm löst die Kuppel stattdessen in sechs einzelne, in der Höhe nach außen abgestufte Schalen auf, deren Zwischenräume mit mehrfach gekrümmten Glasfassaden geschlossen werden.

Auch in der inneren Ausgestaltung des Gebetsraums unter der rund 36 m hohen Kuppel wiederholt sich das architektonische Thema der überlieferten Formen in zeitgemäßer Bauweise mit zwei- als auch dreidimensional gekrümmten Wandscheiben und Kuppelflächen. Gesucht war nun eine Unterkonstruktion mit vollflächiger Bekleidung, die durch die Wärmedämmung hindurch zu befestigen war und die neben ihrem Eigengewicht auch die Lasten der später zu montierenden Ornamentplatten tragen musste. Die insgesamt mögliche Ausbaulast unter der Kuppel war mit 0,85 kN/m² vorgegeben, wovon allein 30 kg/m² für die Platten der künstlerischen Innenschale zu berücksichtigen waren. Es blieben also rund 55 kg/m² für die Unterkonstruktion und ihre Bekleidung.

Lösung

Hauptauftragnehmer für den Kuppelinnenausbau war die Dirk Hünninghaus GmbH aus Wuppertal, die auf den Beton zunächst eine rissüberbrückende Innenabdichtung als Voraussetzung für die Innendämmung aufbrachte. Denn eine äußere Wärmedämmung kam nicht infrage, weil die Kuppeln dem architektonischen Entwurf folgend nach außen Sichtbeton zeigen sollten. Das Unternehmen verlegte eine diffusionsoffene und kapillaraktive Innendämmung, die die Rundungen der Betonschalen nachvollzieht.

Bei einem Baustellentermin stellte Ekkehard Scholz, Objektmanager Decke bei Knauf, eine mögliche Lösung der Trockenbaukonstruktion vor. Die immer wieder andere zwei- und dreidimensionale Krümmung der Wand- und Kuppelabschnitte erforderte eine flexible Unterkonstruktion und vor allem eine Verankerung, die die Lasten je nach Position des Einbaus sowohl vertikal als auch horizontal ableiten können musste. Knauf entwickelte für diese besondere Befestigungssituation eine spezielle Abhängelösung und stellte sie mit statischer Vorbemessung zur Verfügung. Zwei Gewindestangen M8 wurden dabei durch die Innendämmung hindurch im tragenden Beton verankert. An ihrer Außenseite tragen sie Winkelprofile für die variable Befestigung der horizontal verlaufenden Vierkantrohre.

Auf diesen Vierkantrohren wurden vertikal CD-Profile montiert und mit einer Lage Knauf Drystar-Board in 12,5 mm Dicke beplankt. Diese Spezialgipsplatten von Knauf werden wie klassische Gipsplatten verarbeitet, sind aber besonders unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Sie eigenen sich damit für den Innenausbau von Nass- und Feuchträumen und sogar als Beplankung von Unterdecken im nicht direkt bewitterten Außenbereich. In diesem Fall wurden sie gewählt, weil bei vollbesetztem Gebetssaal mit einem vergleichsweise hohen Aufkommen an Transpirationsfeuchtigkeit gerechnet werden muss. Drystar-Board ist zudem in Radien bis minimal 2750 mm gut biegbar, was in Köln-Ehrenfeld natürlich ein wichtiges Argument war.

Details

Innenbekleidungen für Kuppeln gehören zu den anspruchsvollen Aufgaben des Trockenbaus. Das gilt für den Kuppelsaal der neuen DITIB-Zentralmoschee in Köln in besonderer Weise. Eine zusätzliche Herausforderung war die Anordnung der dreidimensional gerundeten Unterkonstruktion vor einer Innendämmung. Die besondere bauphysikalische Situation erforderte die Beplankung mit der feuchte- und nassraumgeeigneten Spezialgipsplatte Knauf Drystar.

Standort

Zentralmoschee, Köln

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Verwendetes Produkt

Drystar-Board

Drystar-Board

Spezial-Gipsplatte für Feucht- und Nassräume im Trockenbau