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Fassadenlösungen in Leichtbauweise 29.11.2018

Fassadenlösungen in Leichtbauweise
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Knauf Außenwand Kongress in München

Knapp 150 Architekten, Planer und Trockenbauer informierten sich beim Knauf Außenwandkongress am 8. November in der Münchener Allianz-Arena über innovative Systemlösungen für Außenwände in Leichtbauweise. Die zukunftsweisende Technologie überzeugt in konstruktiver wie gestalterischer Hinsicht.

Das Komplettsystem Knauf Außenwand ist ein völlig neuartiges Baukonzept, das alle zentralen Anforderungen erfüllt, die an modernes Bauen gestellt werden. Angelehnt an das Vorbild des im Innenausbau etablierten Trockenbaus bietet die Bauweise schlanke, leichte, wirtschaftliche, vielseitig gestaltbare und zugleich besonders robuste Konstruktionen. Beim Knauf Außenwand Kongress in München hatten Architekten, Planer und Fachunternehmer Gelegenheit den Facettenreichtum und die technischen Details dieser zukunftsweisenden Fassadentechnologie kennen zu lernen. Die Teilnehmer bekamen dabei die vielfältigen Chancen aufgezeigt, die diese innovative Bauweise bietet.

Passend zum Thema Fassade fand die Veranstaltung in der Münchener Allianz Arena statt. Das von Herzog de Meuron Architekten geplante und 2005 fertiggestellte Fußballstadion beeindruckt vor allem durch seine einzigartige, transluzent konzipierte Gebäudehülle. Unter der Außenhülle sorgt eine Fassadenkonstruktion mit Knauf Systemen für die notwendige bautechnische Sicherheit. Mit Philipp Loeper von asdfg Architekten Hamburg und Richard Fuchs, Geschäftsführer R+R Fuchs PartGmbB Ingenieurbüro für Fassadentechnik aus München, waren passenderweise zwei hochkarätige Redner am Start, die jeweils entscheidende Beiträge bei der Planung der Arena und ihrer außergewöhnlichen Fassade geleistet haben.

Philipp Loeper hob die entscheidende Bedeutung eines abgestimmten Planungsprozesses heraus. Gerade die Fachplanung sieht er als wichtigen Baustein eines Gesamtobjektes und belegte dies anhand erfolgreich umgesetzter Praxisbeispiele, wie das von ihm als Senior Architect bei Herzog de Meuron realisierte Projekt der Elbphilharmonie Hamburg.

Fassaden und Außenwände müssen immer leistungsfähiger werden, sowohl aus konstruktiver wie auch aus gestalterischer Sicht, berichtete Kathrin Sräga, Architektenberaterin für Außenwandlösungen bei Knauf. Sie beschrieb die vielfältigen Anforderungen etwa in Bezug auf Design, Energieeffizienz, Nutzerkomfort, Wirtschaftlichkeit und Stabilität, denen moderne Fassaden gerecht werden müssen. Die Leichtbauweise in Form des innovativen Systems der Knauf Außenwand bietet dafür beste Voraussetzungen. Leichtbau ist Trockenbau. So lassen sich die im Innenausbau schon lange bekannten Vorteile auf die Fassade übertragen: bis zu 75 Prozent weniger Baumasse bedeutet schlankere Konstruktionen mit deutlicher Gewichtsreduzierung und das bei wesentlich schnellerem Baufortschritt. Auch die bautechnischen Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz lassen sich einfach erfüllen, wie Kathrin Sräga an mehreren Fallbeispielen eindrucksvoll belegte. Für die Integration von Haustechnikkomponenten in die Außenwandkonstruktion, etwa zur Be- und Entlüftung, ist die leichte Ständerbauweise in besonderem Maße prädestiniert.

Michael Weyers, Leiter Anwendungstechnik Knauf Aquapanel, stellte den Fachbesuchern die technischen Spezifikationen und das breite Lösungsspektrum der Knauf Außenwand vor, das auf drei wesentlichen Konstruktionsarten beruht: als eingestellte Konstruktion zwischen den Geschossen, als vorgestellte oder als vorgehängte, hinterlüftete Konstruktion. Bei der Umsetzung bietet Knauf den Architekten und Planern umfangreiche Unterstützung an. Standsicherheitsnachweise für alle Standardkonstruktionen und objektbezogene Systemempfehlungen stehen genauso zur Verfügung wie alle erforderlichen Brandschutznachweise, Wärmebrückenberechnungen, Schallschutzwerte oder der Nachweis von Feuchte- und Korrosionsschutz. Sämtliche technischen Details konnten die Besucher mit den Knauf Experten in den Vortragspausen an aussagekräftigen Modellen erörtern.

Prof. Meike Töllner von der Technischen Hochschule Rosenheim bestätigte die hohe bauphysikalische Leistungsfähigkeit der Knauf Außenwand. Sie ist seit vielen Jahren im Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Professor Pfeiffer und Partner (Darmstadt) tätig und hat maßgeblich zur Entwicklung der Statik der Außenwandkonstruktion beigetragen. Durch die Kombination des klassischen Trockenbaus mit den Möglichkeiten des Stahlleichtbaus lassen sich sämtliche Anforderungen erfüllen. Besondere Aufmerksamkeit erfordert bei der hohen Energieeffizienz moderner Bauten die Vermeidung von Wärmebrücken bei auskragenden Bauteilen wie Balkonen oder Attiken. Gerade hier sieht sie die leichte Konstruktion klar im Vorteil.

Inspirationen zum Thema Fassadengestaltung mit Klinkerriemchen gab Dirk Staasmeier, Verkaufsleiter Feldhaus Klinker. So bieten verschiedene Verlegevarianten, unterschiedliche Riemchenstärken oder auch die Kombination mit Putzen vielfältige Möglichkeiten der Akzentuierung. Begeistert folgten die Kongressteilnehmer den Ausführungen von Richard Fuchs, Geschäftsführer R+R Fuchs PartGmbB Ingenieurbüro für Fassadentechnik aus München, zum Thema Fassadenplanung. Bereits früh hat er sich auf diesem Planungsfeld als Pionier verdient gemacht und gilt heute zu Recht als einer der bedeutendsten Fassadenexperten. Unter anderem entwickelte er die Fassadenkonstruktion der Münchener Allianz-Arena, die auch im Mittelpunkt seines Vortrags stand. Daneben zeigte er an vielen nationalen wie internationalen Projekten die vielfältigen Herausforderungen moderner Fassadenplanung. Richard Fuchs ist Gründungsmitglied des UBF (Verband der Unabhängigen Berater für Fassadentechnik e.V.) und hat führend an der Ausarbeitung der inzwischen als Standardwerk anerkannten "Honorarordnung für Fassadentechnik" mitgewirkt.

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